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11.03.2011 15:18
Rubrik: Märkte

Freiwillige Frauenquote: Deutsche Bank holt Katherine Garret-Cox in den Aufsichtsrat

Katherine Garret-Cox

Italien hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der börsennotierte Gesellschaften ab 2012 zwingt, Frauen 20 Prozent der Sitze in den Aufsichtsräten zu überlassen. Die Deutsche Bank ist da schon viel weiter: Ab Mai wird das Kontrollgremium des Finanzinstituts zu rund einem Drittel weiblich sein.

Die Diskussion über die Frauenquote in den Vorstandschefetagen und Aufsichtsräten ist kein rein deutsches Phänomen. So verabschiedete in Italien die Regierung in den vergangenen Tagen einen Gesetzentwurf, demnach 20 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder börsennotierter Gesellschaften weiblich sein müssen. 2015 soll diese Quote auf 30 Prozent steigen. Konzernen, die sich nicht an diese Vorschriften halten, droht die Regierung mit der Auflösung des Aufsichtsrates.

Noch weiter in seiner Frauenförderung geht Norwegen: Das skandinavische Land schreibt seinen börsennotierten und staatlichen Unternehmen vor, dass vier von zehn Aufsichtsräten Frauen sein müssen.

Die von Italien geforderte 20-prozentige Frauenquote wird die Deutsche Bank in Kürze bei weitem überschritten haben. Mit Katherine Garrett-Cox nominiert Deutschlands größtes Kreditinstitut die siebte weibliche Führungskraft in den insgesamt 20-köpfigen Aufsichtsrat.

Die Chefin der britischen Fondsgesellschaft Alliance Trust soll die Nachfolge des ausscheidenden Aufsichtsrats-Mitglieds Sir Peter Job übernehmen. Nach Unternehmensangaben soll die 43-Jährige auf der Hauptversammlung am 26. Mai gewählt werden.

Derzeit setzt sich der Aufsichtsrat der Deutschen Bank aus 14 Männern und 6 Frauen – Marlehn Thieme, Gabriele Platscher, Henriette Mark, Suzanne Labarge, Martina Klee und Karin Ruck – zusammen.

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