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06.05.2011 10:12
Rubrik: Märkte

Inflation: Wohin treibt es Aktien, Anleihen und Rohstoffe?

Quelle: J.P. Morgan

Wie verhalten sich Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Cash in unterschiedlichen Inflationsszenarien? Diese Frage bietet Stoff für dicke Bücher. JP Morgan antwortet mit einer einzigen Grafik.

Zahlenmaterial der vergangenen 40 Jahre, vier Inflationsszenarien und vier Anlagemöglichkeiten – alles zusammen in einer Grafik. JP Morgan präsentierte diese Info-Perle in seinem Marktüberblick "Guide to the Markets" zum zweiten Quartal 2011.

Die vier Teilgrafiken geben Auskunft, wie sich Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Cash (kurzlaufende amerikanische Staatsanleihen, T-Bills) in verschiedenen Umfeldern steigender beziehungsweise fallender Preise entwickelt haben.

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Die vier Anlagemöglichkeiten:

  1. Anleihen (Bonds) = Barclays Capital U.S. Aggregate Bond Index (seit 1976), davor Bond-Index
  2. Aktien (Equities) = S&P 500
  3. Cash = Barclays 1-3 Month T-Bill Index
  4. Rohstoffe (Commodities) = Goldman Sachs Commodity Index


Die vier Inflationsszenarien:

(Durchschnittliche Inflationsrate – amerikanischer Verbraucherpreisindex CPI-U – der vergangenen 40 Jahre = 3,4 Prozent)

steigende Inflation
(1) links oben: hohe (mehr als 3,4 Prozent) und steigende Inflation
(2) links unten: niedrige (weniger als 3,4 Prozent) und steigende Inflation

abnehmende Inflation
(3) rechts oben: hohe und abnehmende Inflation
(4) rechts unten: niedrige und abnehmende Inflation

Seit November vergangenen Jahres erleben wir in den USA das Szenario Nummer 2: steigende Teuerungsraten auf moderatem Niveau. Im November 2010 stiegen die Preise noch um 1,1 Prozent, im März 2011 bereits um 2,7 Prozent.

Sieben Mal trat dieses Szenario seit 1971 auf. Mit Aktien (plus 20 Prozent) und Rohstoffen (plus 22 Prozent) ließ sich in diesen Perioden das meiste Geld verdienen. Anleihen warfen durchschnittlich 6 Prozent ab, und kurzlaufende Staatsanleihen legten 3 Prozent zu. Es ist bereits absehbar, dass es sich in der aktuellen Phase ähnlich verhalten wird.

Hintergrund:
Der amerikanische Verbraucherpreisindex CPI-U (U für Urban Consumers, deutsch: städtische Konsumenten) bildet die Preisentwicklung eines typischen Warenkorbes der städtischen Bevölkerung (zirka 80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung) ab. Im Warenkorb enthalten sind zum Beispiel Lebensmittel, Mieten, Kleidung und Gesundheitsausgaben.

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