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27.07.2011 13:09
Rubrik: Märkte

US-Schuldendrama: "Es wird keinen Zahlungsausfall geben!"

Rettung in letzter Minute? Barack Obama zankt sich
mit den Rupublikanern über eine Erhöhung des Schuldenlimits.
Foto: Getty Images

Blackrocks Chefstratege Robert (Bob) Doll legt sich im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ fest: Demokraten und Republikaner werden sich dieser Tage in Washington einigen, das Schuldenlimit anheben und somit die Katastrohe abwenden. Zudem rät Doll zum Aktienkauf – sofern man sich seiner Prognose anschließe.

Die Welt schaut nach Washington und sieht die USA Richtung Staatsinfarkt taumeln. Doch warum ist es an den Börsen derzeit so ruhig? Keine großen Verkaufswellen, geringe Umsätze – von großer Angst wenig zu spüren.

Wie kommt das? Für Bob Doll ist die Sache klar: "Weil die Märkte die Antwort wissen. Es wird keinen Zahlungsausfall geben!", erklärt er im Interview mit dem „Handelsblatt“. Politiker hätten sich schon immer um fünf vor zwölf geeinigt. Manchmal sei es auch fünf nach zwölf geworden, räumt Doll ein, doch die Katastrophe sei immer verhindert worden.

Zudem trommelt Doll zum Einstieg in den Aktienmarkt. Sein Rat gelte jedoch nur für die, die mit seiner Prognose übereinstimmen, und zwar dass sich erstens die Diskussion um das Schuldenlimit nur kurzfristig auf die Konjunktur auswirke und zweitens, das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr wieder zulege.

Die oft zu Schnäppchen erklärten Finanztitel würde Doll wegen der zunehmenden Regulierung eher links liegen lassen. Besser seien Titel aus dem Gesundheitssektor. Für etwas mehr Pepp im Depot könnten, bei verbesserter Konjunktur, Technologieaktien sorgen. 

Von: Felix Hannemann

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