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16.08.2011 13:34
Rubrik: Märkte

Aktiencrash: Der Einfluss der Hochfrequenzhändler

Aus Silizium-Wafern werden Mikrochips, werden Server,
werden Server-Parks. Die nutzen Hochfrequenzhändler
für ihr sekundenschnelles Geschäft, Foto: Getty Images

Nikolaus Hautsch ist Wirtschafsprofessor an der Humboldt Universität Berlin. In einem Interview für die Zeitschrift Capital äußert er sich zur Mitverantwortung der sogenannten Hochfrequenzhändler an den aktuellen Börsenturbulenzen.

Zuletzt gerieten die Aktienmärkte weltweit unter starken Druck. Losgetreten hatten die Marktturbulenzen die Debatte um die US-Schuldenkrise und die nachfolgenden Herabstufung der US-Bonität durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P). Meist ging es seitdem für Dax & Co. nach unten. Der deutsche Leitindex beispielsweise verlor seit dem 26. Juli knapp 20 Prozent.

Nikolaus Hautsch zufolge haben Hochfrequenzhändler eine Teilschuld an dem schnellen Auf und Ab an den Börsen. „Sie machen mittlerweile mehr als 50 Prozent des globalen Aktienhandels aus“, sagt der Wirtschaftsprofessor der Humboldt Universität Berlin gegenüber dem Wirtschaftsmagazin „Capital“. In normalen Marktphasen helfen sie bei der Preisfindung, in extremen Marktphasen tragen sie jedoch nicht dazu bei, dass sich die Märkte wieder beruhigen, so Hautsch.

Sein Lösungsvorschlag für die Gefahren durch den Hochfrequenzhandel: Da es sich um eine technologische Schlacht handle, müssten den technischen Fähigkeiten der Hochfrequenzhändler ebenbürtige Fertigkeiten auf Seiten der Behörden gegenübergestellt werden. Ein weltweites elektronisches Überwachungssystem sei wünschenswert, so Hautsch.

Zu sagen, wie sehr Hochfrequenzhändler die weltweiten Aktienmärkte beeinflussen, sei jedoch nicht möglich. Dazu fehlen der Forschung ausreichend Daten, um die Strategien der Händler zu identifizieren, so der Wirtschaftsprofessor. Die Börsen seien aber leider mit der Herausgabe solcher Daten sehr zurückhaltend.

Zum vollständigen Interview geht es hier.

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