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25.08.2011 12:36
Rubrik: Märkte

Rettung der USA: Was Ben Bernanke noch tun kann

Ben Bernanke nachdenklich: Was ist für morgen von ihm zu
erwarten? Foto: Getty Images

Impulse für Wirtschaft und Finanzmärkte sind von der US-Politik derzeit nicht zu erwarten. Das ist der Weltöffentlichkeit spätestens seit der US-Schuldendebatte klar. Bleiben die Steuerungsmöglichkeiten der Federal Reserve (Fed), der Zentralbank der USA.

Von Ben Bernanke, Präsident der US-Notenbank, wird am morgigen Freitag Großes erwartet. Er soll am Rande des Treffens von Zentralbankern in Jackson Hole den Absturz der US-Wirtschaft verhindern. Gespannt wartet die Öffentlichkeit auf seine Aussagen über weitere geldpolitische Maßnahmen der Fed. Bereits 2010 hatte Bernanke das Treffen von Jackson Hole genutzt, ein Anleihekaufprogramm – das sogenannte Quantitive Easing 2 (QE2) – anzukündigen.

Viel kann der US-Notenbankpräsident jedoch nicht mehr aus dem Hut zaubern. Dazu sind seine geldpolitischen Instrumente bereits zu sehr ausgeschöpft. Die heutige Ausgabe der Financial Times Deutschland listet die vier verbleibenden Optionen:

  1. QE3: Die Fed könnte ein weiteres Programm für Anleihenkäufe starten. QE2 mit einem Umfang von 600 Milliarden US-Dollar endete im Juni dieses Jahres. QE3 würde übernehmen.

  2. Laufzeitverlängerung: Dank der ersten beiden Aufkaufprogramme hält die Fed nun Anleihen im Wert von rund 2.650 Milliarden Dollar. Das Geld aus auslaufenden Papieren wird reinvestiert, um einen Anstieg der Zinsen zu verhindern. Dabei könnte die Fed in neue Anleihepapiere mit einer längeren Laufzeit anlegen, was die langfristigen Zinsen unter Druck bringen dürfte. Nachteil: Die Laufzeitverlängerung erschwert den späteren Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik.

  3. Bilanzversprechen: Erst Anfang August sicherte die Fed zu, ihre Leitzinsen bis Mitte 2013 bei nahe 0 Prozent zu halten. Nun könnte Bernanke versprechen, die Bilanzsumme der Fed bis Mitte 2013 konstant zu halten.

  4. Bankeinlagen: Banken bekommen derzeit 0,25 Prozent Zinsen für ihre Reserven bei der Fed. Ein weiteres Absenken oder gar ein negativer Zinssatz – quasi eine Kontogebühr – könnte dazu führen, dass Banken weniger Kapital bei der Zentralbank parken. Das Geld würde dann wieder – so die Hoffnung – vermehrt in den Interbankenmarkt fließen.

Bill Gross dagegen, immerhin Fondsmanager des weltgrößten Rentenfonds Pimco Total Return Fonds, twittert, dass er nur Hinweise von Bernanke erwartet. Maßnahmen würden erst nach einem Fed-Treffen am 20. September verkündet werden.


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