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31.08.2011 18:02
Rubrik: Märkte

Pro Aurum: Minenaktien vor physischem Gold

Der Herbst ist laut Hartmann die indische und italienische
Schmucksaison. Quelle: Fotolia

Auch wenn nach der jüngsten Goldpreiskorrektur wieder mehr Anleger auf das gelbe Edelmetall stürzen, seien die Goldpreise nach wie vor weit von einer Blasenbildung entfernt, meint Robert Hartmann, Geschäftsführer von Pro Aurum. Welche Faktoren die hohen Preise rechtfertigen und warum auch Minenaktien zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Anleger stürzen sich wieder aufs Gold

Nach einem kurzen Einbruch in der vergangenen Woche nimmt das Interesse der Anleger wieder zu. Wie Robert Hartmann, Geschäftsführer von Pro Aurum berichtet, dominieren wieder Käufer den Goldmarkt: Bei 75 Prozent der Gesamtorders handle es sich um Käufe des gelben Edelmetalls. Gut 5 Prozent der Kunden berichten sogar, ihre langfristigen Anlagen wie zum Beispiel Lebensversicherungen aufgelöst zu haben, um mehr Gold kaufen zu können.

Kein Wunder, meint der Pro-Aurum-Experte. „Wir sehen noch weit und breit keine Blasenbildung“. Die Notenbankgeldmenge liege derzeit 13-mal so hoch wie zu Zeiten des letzten großen Gold-Bullenmarktes im Jahr 1980, der Goldpreis habe sich in derselben Zeit aber lediglich etwas mehr als verdoppelt. Da bleibe noch genügend Luft nach oben.

Kursziele von 2.200 bis 2.500 Dollar je Feinunze „sehr plausibel“

Inflationsängste, eine ungebremste Goldnachfrage aus Indien und China sowie die Tatsache, dass der Herbst traditionell als die indische und italienische Schmucksaison gilt, sprächen eindeutig für steigende Goldpreise, so Hartmann. Des Weiteren decken sich jetzt die Münzanstalten für die Prägungen des Jahres 2012 mit physischer Ware ein.

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„Natürlich kommen auch Gold und Silber etwas unter die Räder, wenn die Akteure an den Future-Märkten Kasse machen müssen, um Liquidität zu generieren“, sagt der Pro-Aurum-Chef. Es gebe allerdings auch sehr starke Marktteilnehmer, die dann das etwas billiger gewordene Gold zukaufen und damit die Preise wieder nach oben treiben würden. Bei der letzten Preiskorrektur hätten dies die Notenbanken in Russland, Thailand, Mexiko und Südkorea getan. Die derzeit von Banken und Analysten genannten mittel- bis langfristigen Kursziele von 2.200 bis 2.500 Dollar je Feinunze hält der Experte daher nach wie vor für „sehr plausibel“.

Nächster Trend: Minenaktien

„Wir gehen fest davon aus, dass die derzeitige starke Unterbewertung der Rohstoff- und Edelmetallaktien gegenüber physischem Gold in den kommenden 12 Monaten aufgeholt werden wird“, so Hartmann weiter. Schließlich hätten die meisten Minenaktien aktuell ein einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Zudem sieht der Pro-Aurum-Chef derzeit eine große Akquisitionswelle in dieser Branche. „In allen Edelmetall-Haussen haben die Minenaktien im Finale das physische Gold outperformt“, sagt er.

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