Mark Burgess: „Griechenland wird die Eurozone verlassen”
Nach dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ glaubt Mark Burgess von der britischen Fondsgesellschaft Threadneedle, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro mittlerweile das geringere Übel wäre.
Mark Burgess, Investmentchef von Threadneedle, ist überzeugt, dass Griechenland die Eurozone verlassen wird. „Selbst wenn die Deutschen Geld für Griechenlands Rettung locker machen, ist nicht klar, ob Griechenland das Geld annimmt.“ Denn die Folge wären fiskalische Auflagen durch die Geldgeber. Zudem werde die Wettbewerbsfähigkeit des Landes dadurch nicht im Geringsten erhöht. Dies sei aber notwendig, um Griechenlands Wirtschaft in Schwung zu bringen.
„Ein Euro-Austritt wäre für Griechenland zwar ein extrem schmerzhaftes und traumatisches Ereignis, würde dem Land aber wenigstens wieder die Möglichkeit geben, Fortschritte zu machen“, so Burgess. Entscheidend für die Finanzwelt Europas sei, ob der Austritt geordnet abläuft.
Um einen Finanz-Herzinfarkt zu verhindern, müssten Maßnahmen wie Zinssenkungen, eine Rekapitalisierung des Bankensystems und massive Liquiditätsspritzen zum Einsatz kommen. Dann könnten die Märkte aber endlich wieder nach vorne blicken, so Burgess.





















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