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21.10.2011 12:09
Rubrik: Märkte

Gold-Experte Joachim Berlenbach im Video-Interview: „Kupfer ist derzeit das interessanteste Metall“

Joachim Berlenbach, Earth Resource Investment Group

Warum Gold nicht in einer Preisblase steckt, wie er die besten Minenaktien findet und warum Kupfer derzeit das attraktivste Metall ist; dies erklärt Geologe und Fondsmanager Joachim Berlenbach im Exklusiv-Interview am Rande des „1. Forums für Private Banking und Family Offices” in Hamburg.

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Interview vom19. September 2011

Alle Vorträge des „1. Forums für Private Banking und Family Offices” finden Sie auf der Seite www.private-banking-magazin.de (Anmeldung erforderlich).

Joachim Berlenbach auf DAS INVESTMENT.com:  

Fernseh-Tipp: Goldexperte Joachim Berlenbach im ZDF

Tor zum Geld: Private Banking und Family Offices in Hamburg

Crashtest: Die besten Goldminen-Aktienfonds

Das goldene Dutzend: „Experten berücksichtigen die Inflation nicht“

Rohstoffe: Die besten Fonds für den Superzyklus



„Gold ist nicht in einer Blase“


Interessante Analyse: Berlenbach würde niemals Prognosen hinausposaunen, wo der Goldpreis in ein oder zwei Jahren stehen wird. „Ich weiß nicht wie meine Kollegen berechnen können, dass der Goldpreis in drei Jahren bei 5.000 Dollar liegt. Das würde ich nicht wagen, den der spekulative Anteil lässt sich nicht berechnen“, so Berlenbach. Spannender für ihn ist die Frage, wie tief der Goldpreis überhaupt fallen kann.

Um sich dieser Untergrenze zu nähern berechnet Berlenbach den Goldpreis, ab dem eine Mine einen  positiven Cashflow erwirtschaftet, den sogenannten Break-Even-Preis. Anders ausgedrückt: Welchen Goldpreis brauchen Minenbetreiber, um kostendeckend operativ tätig sein zu können und somit überhaupt einen Anreiz zu haben, Gold zu fördern?

Der Fehler vieler Analysten sei, dass sie sich hierbei nur auf die laufenden Produktionskosten konzentrieren. „Um Gold abbauen zu können, müssen Sie aber erst einmal eine Mine bauen und diese Investitionskosten müssen mit einberechnet werden“, erklärt Berlenbach. Zu den Produktionskosten müssen also unbedingt noch die Explorationskosten, die Kapitalkosten und die Allgemeinkosten gerechnet werden.

Das Ergebnis: „Bei den 13 größten Goldminenbetreiber kommen wir auf einen Break-Even-Preis von etwa 1.100 Dollar pro Unze. Das wurde vom Markt noch nicht voll beachtet.“ 

Wohin sich der Break-Even-Preis in den kommenden Jahren entwickeln wird? „Auch das haben wir berechnet: Wenn wir eine Kosteninflation von 10 Prozent ansetzen – was sehr niedrig ist, denn in den letzten Jahren waren es im Schnitt 15 bis 17 Prozent – dann sehen wir im Jahr 2015 einen Break-Even-Preis von 1.600 Dollar pro Unze.“ Auch das sei ein Fakt, den viele Analysten noch nicht ausreichend beachten würden: dass der Goldpreis, bei dem eine Mine einen  positiven Cashflow erwirtschaftet, andauernd und stark steigt.

Berlenbachs Fazit: „Was ich also wage zu sagen ist, dass in fünf Jahren 1.500 oder 1.600 Dollar kein hoher Goldpreis ist. Dementsprechend steckt Gold auch nicht in einer Preisblase.“

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