US-Fondsexperte: „Deutschland verliert sein Triple-A“
Mark Grant, Fondsexperte und Chef von Southwest Securities, glaubt nicht an die Rettung der Eurozone. Als Folge geht er von einer Herabstufung Deutschlands aus.
In einem Interview mit Bloomberg TV sagt Mark Grant, Chef von vom US-Wertpapierhaus Southwest Securities, dass Deutschland wegen der anhaltenden Probleme der Euroländer sein Top-Rating AAA verlieren werden.
Grund: Immer wahrscheinlicher werde eine Herabstufung Frankreichs. Weil Deutschland dann nahezu allein die Last der europäischen Schulden schultern müsse, würde das Land als Folge sein Triple-A ebenfalls verlieren.
Gefragt, welchen Ausweg es gebe, sagt Grant: „Ehrlich gesagt – keinen. Europa steht mit dem Rücken zur Wand.“ Eine Bankenrettung mit dem Geld der Steuerzahler sei allein wegen der Größenordnung der Summen nicht möglich. Europäische Banken seien in Summe dreimal größer als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aller Euroländer zusammen.
Grant glaubt nicht, dass eine europäische Transferunion, in der ein Staat die Schulden des anderen finanziert, politisch durchzusetzen ist. Länder wie Finnland, Österreich, die Niederlande und auch Deutschland würden sich zunehmend dagegen wehren.
Auch ein erzwungener Schuldenschnitt, wie derzeit diskutiert wird, sei keine Lösung. Er würde eine Lawine im Derivaten- und CDS-Markt auslösen. Sämtliche Kreditversicherungen wären dann ebenfalls gefährdet, was die Finanzmärkte zusätzlich in Aufruhr versetzen würde.




















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