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25.11.2011 16:57
Rubrik: Märkte

Martin Hüfner: Die Inflation ist nicht tot

Martin Hüfner, Chefvolkswirt bei Assenagon

Inflation oder Deflation? Derzeit hört man aus der Finanzwelt widersprüchliche Meinungen, welche Szenario uns bevorsteht. Eine Einschätzung hat auch Martin Hüfner, Chefvolkswirt von Assenagon, für den die Inflationsgefahr mitnichten tot ist.

Gibt es im nächsten Jahr mehr Inflation oder weniger? Die Meinungen dazu sind derzeit geteilt, wie selten. Viele Investoren sind beunruhigt, weil die Liquidität auf den Märkten so hoch ist und die Zentralbanken immer noch mehr Geld in die Wirtschaft pumpen.

Umgekehrt hat die EZB bei der letzten Zinssenkung Anfang Dezember gesagt, dass sie keine Gefahren für den Geldwert sieht. Sie rechnet damit, dass die Preissteigerung im Euroland 2012 auf unter 2 Prozent sinkt. Wer hat Recht?

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Das augenblickliche Bild der Geldentwertung in der Welt ist gemischt. In den USA hat die Preissteigerung zuletzt etwas nachgegeben. Sie liegt aber mit 3,5 Prozent immer noch recht hoch. Im Euroland bewegt sich die Rate seit zwei Monaten bei 3 Prozent. In der Schweiz und in Japan gibt es quasi keine Inflation, zum Teil auch wegen der starken Wechselkursaufwertung.

In China hat sich die Geldentwertung leicht auf 5,5 Prozent verlangsamt. In Indien ist die Situation dagegen etwas schlechter geworden. Der Preisanstieg ist mit 10,1 Prozent zweistellig. In Brasilien und Russland erhöhten sich die Preise um etwas mehr als 7 Prozent.

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