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07.12.2011 11:04
Rubrik: Märkte

Jim Rogers: „Kalifornien ist mittlerweile kommunistischer als China“

Investmentlegende Jim Rogers

Die Anzeichen verdichten sich: Chinas Boomphase des zweistelligen Wirtschaftswachstum könnte vorbei sein. Jim Rogers bleibt für das Reich der Mitte dennoch optimistisch.

Die chinesische Wirtschaft schwächelt erstmals nach Jahren des meist zweistelligen Wachstums. Chinas Einkaufsmanager-Index (PMI) ist steil auf 49 Punkte zurückgefallen – dem niedrigsten Wert seit mehr als 30 Monaten. Vor allem der Kauf von chinesischen Waren aus dem Ausland hat sich verringert: Anzeichen einer schwächelnden Weltwirtschaft.

Investment-Legende Jim Rogers geht von einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft aus. „Ich habe noch niemanden gesehen, der eine weiche Landung bei einem drohenden Rückgang der Wirtschaft hinbekommen hat“, so der Rohstoff-Experte.

Trotz einer drohenden Abkühlung der chinesischen Wirtschaft bleibt Rogers enthusiastisch für das Reich der Mitte. „Die Chinesen glauben Kommunisten zu sein, sind in Wahrheit aber mit die besten Kapitalisten der Welt. Im Gegensatz zu den USA lassen sie den Untergang von Unternehmen und Branchen zu.  Die Amerikaner dagegen leisten sich ganze Branche durch Subventionen am Leben zu erhalten.“ Diesen Mechanismus freier Märkten hätten die Amerikaner schon seit langem aufgegeben. Rogers zieht Vergleich: „Kalifornien ist mittlerweile kommunistischer als China.“

Mit den Problemen daheim sei es auch kein Wunder, dass China nicht mehr als großer Kreditgeber der Welt auftreten möchte. „Mich wundert es nicht, dass die Chinesen den westlichen Industrieländern bei der Refinanzierung ihrer Staatshaushalte eine Absage erteilt haben“, so Rogers.

Weitere Einschätzungen von Jim Rogers zu Chinas Entwicklung finden Sie ihm Video-Interview von Yahoos Finanzthemen-Kanal „Breakout“.

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