GOYAX-Indikationen
DAX 9.799,260,01%
Euro 50 3.273,250,06%
Dow Jones 17.279,740,08%
Gold ($) 1.215,90-0,00%
EUR/USD 1,2829
Bund Future 148,670,44%
Märkte Alle Artikel

Videos

Pools & Finance 2014
Pools & Finance 2014

Neues auf Partner-Seiten

Wie gut kennen Sie die Schwellenländer?

Emerging Markets Quiz

Welche Rendite lieferten die Frontier Markets in den vergangenen zehn Jahren? Wie viel geben Inder für Haar-Shampoo aus? Testen Sie Ihr Wissen über die Märkte von morgen!

Marktanalyse von Russ Koesterich
präsentiert von
Russ Koesterich

Der Marktführer von ETFs bietet Ihnen eine aktuelle Marktanalyse sowie Informationen zu börsengehandelten Indexfonds.

Gold

 Gold

Die Krisenwährung im Höhenrausch: Sicherer Hafen oder der Beginn einer neuen Blase? News, Analysen und Expertenmeinungen.

PDF    Drucken
03.05.2012 - 09:00 Uhr
Rubrik: Märkte

Italien: „Ich kenne keinen Staat, der so dramatische Reformen durchführt“

Martin Hüfner, Chefvolkswirt von Assénagon

Hartz IV in Italien? In seinem Kommentar blickt Martin Hüfner, Chefvolkswirt von Assénagon, auf den Reformeifer der Italiener und glaubt Parallelen zur deutschen Agenda 2010 zu erkennen.

In Deutschland war 2004 der Wendepunkt der wirtschaftlichen Entwicklung. Bis dahin litt die Bundesrepublik unter hohen öffentlichen Defiziten, steigender Arbeitslosigkeit und unzureichendem Wachstum. Die Unternehmen mussten sich an die veränderten Bedingungen nach der Wiedervereinigung, der Euro-Einführung und der Globalisierung anpassen.

Dann kam die Agenda 2010 mit einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und einer Begrenzung der Sozialausgaben und alles wurde anders. Das Wachstum beschleunigte sich, die Arbeitslosigkeit ging zurück. Die Aktienkurse haben sich von 2004 bis Mitte 2007 fast verdoppelt.

Entscheidend dafür waren nicht nur die direkten Effekte von Hartz IV. Wichtiger war die Signalwirkung auf die gesamte Wirtschaft. Mit einem Mal war jedem klar, dass es so, wie es war, nicht weitergehen konnte. Dazu passte, dass sogar der Bundeskanzler zurücktrat und Neuwahlen nötig wurden.

Geschichte wiederholt sich

Hier nun ein ketzerischer Gedanke. Könnte es sein, dass sich Ähnliches heute in Italien vollzieht? Das Land befindet sich derzeit in einer nicht viel anderen Position als damals Deutschland. Das bisherige Wachstumsmodell funktioniert nicht mehr.

Unternehmen haben Positionen auf den internationalen Märkten verloren. Der norditalienische Maschinenbau, einst eine "Perle" und einer der Hauptkonkurrenten des Maschinenbaus in Baden-Württemberg, ist verfallen. Die öffentliche Verschuldung ist hoch. Die Arbeitslosigkeit steigt. Es gibt Rezession.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der realen Wirtschaftsleistung in Italien und Deutschland. Bis 2006 wuchs die Wirtschaft auf dem Appenin stärker als die deutsche. Dann haben sich die Verhältnisse dramatisch umgekehrt. In Deutschland ging es schneller bergauf, Italien fiel zurück.

>>Vergrößern


Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 4.0 von 5. 1 Stimme(n).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Von: Martin Hüfner
comments powered by Disqus