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13.11.2013 - 09:48 Uhr
Rubrik: Märkte

Angst vor Anarchie – Venezuela-Anleihen stürzen ab

Soldat bewacht Filiale der Handelskette Daka in Caracas. Präsident Nicolas Maduro will Daka übers Militär unter staatliche Kontrolle bringen (Foto: Getty Images)

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro greift mit Gewalt bei einer Einzelhandelskette durch. Deren Preise passten ihm nicht. Jetzt reagiert der Anleihemarkt beinahe panisch.

Staatsanleihen aus Venezuela sind am späten Dienstag deutscher Zeit abgestürzt. Die Renditen der Benchmark-Bonds mit Laufzeit bis 2027 schnellten auf 13,82 Prozent und damit auf ein 22-Monats-Hoch.

Zuvor hatte Venezuelas Präsident Nicolas Maduro die Armee in den Einsatz geschickt, um die Einzelhandels-Kette Daka unter staatliche Kontrolle zu bringen. Dahinter stand das Bemühen der Regierung, die inzwischen auf über 50 Prozent angestiegene Inflation auszubremsen.

Die Regierung warf Daka vor, Kunden bis zu 1.200 Prozent zu viel in Rechnung zu stellen. Die Kette solle ihre Preise auf das Niveau von Oktober senken.

Maduro forderte auch andere Unternehmen auf, ihre Preise auf ein „faires“ Niveau zu reduzieren. Das sorgte bei Investoren für Ängste, die Maßnahmen zur staatlichen Kontrolle können die Wirtschaft des Landes abwürgen.

„In den 20 Jahren, in denen ich mich um Schwellenländer kümmern, habe ich noch nie ein derartiges Missmanagement in dieser Größenordnung wie heute in Venezuela gesehen“, sagte Ray Zucaro, der für Anleihen aus Schwellenländern bei SW Asset Management verantwortlich ist, gegenüber Bloomberg News. „Die Regierung fördert letztlich die Anarchie. Diese Loslösung von der Realität habe ich noch nie auf dem Niveau gesehen, auf dem es sich jetzt befindet.“

Maduro war in diesem Jahr ins Präsidentenamt vorgerückt, nachdem sein Mentor Hugo Chavez an Krebs verstorben war. Im Oktober lag die Inflation bei 54 Prozent – so hoch wie seit 16 Jahren nicht.

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Von: Bloomberg
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