Deutsche Pleite-Promis – Wie Schauspieler, Entertainer und Sänger ihr Geld verloren
Michelle, hier ein Pressefoto ihres kurzzeitigen Comebacks als Disco-Queen „Tanja Thomas“; Foto: Sven Simon, Picture-alliance
Keine Finanzplanung - Sturz in die Privatinsolvenz
Ex-Schlagerstar Michelle (bürgerlich: Tanja Shitawey) verdiente einst 50.000 Euro im Monat, kaufte Designermode, Nobelkarossen, Immobilien. Sie vertrat Deutschland 2001 beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen („Wer Liebe lebt“) und sorgte dort für eines der letzten guten Ergebnisse.
Danach eine einzige Schicksalskette: Ein leichter Schlaganfall 2003, zunehmende Depressionen, ein Suizidversuch, der vorläufige Abschied von der Bühne. In ihrem neuen Betätigungsfeld – sie shampoonierte Hunde in ihrem eigenen Hundesalon in Köln – wurde Michelle aber auch nicht glücklich. Der Salon schloss 2005, Michelle nahm ihre Karriere wieder auf und erlitt 2007 einen Schwächeanfall, bevor sie sich endgültig von der Musikbühne verabschiedete.
Doch sinnvolle Finanzplanung scheint sie nicht betrieben zu haben. 2006 wurde ihre Villa in Köln zwecks Schuldentilgung versteigert, zwei Jahre später kamen ihre Eigentumswohnungen in Pirmasens unter den Hammer – mit desaströsem Erlös: Eine von Michelle 1999 für 135.000 Euro erstandene 2-Zimmer-Wohnung wurde zum Mindestgebot für knapp 5.600 Euro versteigert.
Heute läuft gegen die in dritter Ehe verheiratete Sängerin ein Insolvenzverfahren. Sie soll 500.000 Euro Schulden haben. „Gegebenenfalls werden Vermögen, aber auch Sachwerte eingezogen und an alle Gläubiger gleichmäßig verteilt“, so ihr Insolvenzverwalter. Michelles Antwort in „Bild am Sonntag“: „Ich werde kämpfen, auch wenn ich vieles nicht verschuldet habe.“ Michelle muss den Angaben nach nun von 989 Euro im Monat leben, dazu kommt noch Kindergeld für ihre drei Töchter. Der Rest ihrer Einkünfte wird unter den Gläubigern aufgeteilt.





