Zinspapiere sind die besseren Aktien
Allein im Januar hat der Banken-Rettungsfonds Soffin vier staatlich garantierte Bankanleihen herausgegeben. Mit einem Zinskupon von 2,75 Prozent rentieren sie etwas höher als vergleichbare Bundes - anleihen. Zinskracher sind sie damit zwar nicht, doch dürfte ein weiterer Schwung solcher Emissionen den Staatsanleihen das Leben erschweren.
Ohnehin favorisieren viele Anleger aktuell den festen Zins. Unternehmensanleihen könnten sich in Krisenzeiten als die besseren Aktien herausstellen. Vorausgesetzt natürlich, das Unternehmen überlebt die Krise.
Doch dieses Risiko wird ja mit Zinsaufschlägen vergolten. Hier gilt es abzuwägen, ob es sich bei der Pleitegefahr für Unternehmen wie Eon, Telekom oder Siemens um echte oder nur um Scheinrisiken handelt. Es muss ja keine Chrysler-Anleihe sein. So zahlt eine Anleihe der VWTochter VW Financial Services einen Kupon von 6,52 Prozent.
Der Wolfsburger Automobilkonzern haftet zudem in vollem Umfang für Zins- und Rückzahlung seines Finanzdienstleistungsgeschäfts. Wird VW zahlungsunfähig werden? Zinsrenner finden sich wegen der heftigen Kursschwankungen auch bei Papieren mit noch kurzen Restlaufzeiten. Viele notieren weit unter Nennwert. Bei einer sorgfältigen Auswahl bleibt Anlegern mit langem Atem somit der ruhige Schlaf sicher.






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