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Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

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Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

04.05.2009 16:00
Rubrik: Themenspecial Value Investing

Anlegen im Dienst der Wissenschaft: von Absolute Return bis Real Assets

Der Branford Court, einer der
typischen Höfe der Uni Yale
Foto: Michael Marsland/Yale

Harvard und Yale genießen nicht nur unter Wissenschaftlern einen exzellenten Ruf. Die Elite-Universitäten gelten auch in der Investmentbranche als Top-Adressen. Dass auch sie im Zuge der Krise viel Geld verloren haben, stellt ihren Ansatz nicht infrage.

Wenn Yales Chefstratege David Swensen auf Investmentkonferenzen spricht, hören institutionelle Anleger gewissenhaft zu. Der Verwalter des Anlagevermögens der Stiftung der US-Elite-Univerität Yale erwirtschaftet seit mehr als zwei Jahrzehnten Traumrenditen.

Sein Buch „Pioneering Portfolio Management“ zählt zur Pflichtlektüre ambitionierter Langfristinvestoren. Zu denen gehören auch die Kollegen der Harvard Management Company (HMC) und die Verwalter des Princeton-Vermögens.

Wie viele andere Stiftungsverwalter in den USA machen sie nämlich im Grunde nur nach, was die Spitzenuniversität in New Haven vormacht. „Die anderen großen Stiftungen orientieren sich an uns, aber eingeholt haben sie uns noch nicht“, kommentiert Swensen.

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Freilich, eingeholt wurde Swensen im vergangenen Jahr wie die übrigen Uni-Stiftungen auch von etwas ganz anderem: Auch sie hat die Finanzkrise schwer getroffen.

„Das Yale-Modell funktioniert vermutlich über die Zeit, aber im Kalenderjahr 2008 war es genau das falsche“, kommentiert David Salem, Gründer des The Investment Fund for Foundations, kurz Tiff, der Geld für über 700 Non-Profit-Oranisationen und Universitäten wie Harvard und Stanford verwaltet.

Tatsächlich gerieten fast alle Universitätsstiftungen im vergangenen Jahr unter Druck. Im Schnitt verloren sie in der zweiten Jahreshälfte 2008 rund ein Viertel ihres Geldes; das von Swensen verwaltete Vermögen schrumpfte von 22,9 Milliarden auf 17 Milliarden Dollar.

„Es ist schwierig, illiquide Anlagen in einem Markt zu verkaufen, der Liquidität über alles stellt“, kommentiert Swensen. „Dennoch wäre es falsch, auf der Basis einiger Monate zu sagen, dass unser Modell infrage steht.“ Langfristig kann sich das Ergebnis der Stiftung ohnehin selbst zum jetzigen Zeitpunkt sehen lassen. Der letzte Verlust liegt zwei Jahrzehnte zurück: Im Geschäftsjahr 1987/88 verlor Swensen 0,2 Prozent. Und dem Verlust von 25 Prozent steht ein Vorjahresgewinn von 28 Prozent gegenüber, sodass über 18 Monate noch immer ein klares Plus bleibt, während die Aktienmärkte gemessen am MSCI Welt in diesem Zeitraum über 45 Prozent nachgaben.

Von: Christopher Nachtweh

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