Solarfonds: O sole mio
Unter der Sonne Italiens ist die Kapitalmarktkrise weit weg. Stattdessen locken hohe staatliche Förderungen. Solarfonds – in Italien und anderswo – treffen den Nerv der Zeit.
In 900 Millionen Jahren wird die stetig wachsende Sonne die Erde zu einer
glühenden Ödnis gebacken haben. Bis dahin kann die Menschheit das Energiepotenzial des heißen Himmelskörpers jedoch sinnvoll nutzen. Einen kleinen Beitrag leisten in diesem Jahr nahezu alle wichtigen und viele kleine Emissionshäuser.
Das Potenzial von Solarenergie
Für Solarfonds sprechen neben dem wachsenden Interesse der Anleger an nachhaltigen Investitionen auch die Fondsfakten: „Der kostenlose Input der Sonne und die vergleichsweise gut kalkulierbaren Rückflüsse durch staatlich garantierte Einspeisevergütungen machen Solarfonds zu einem solide zu berechnenden und damit sehr konservativen Investment“, urteilt Oliver Moosmayer, Produktvorstand bei HCI Capital, die ihren ersten Solarfonds vertreibt. Dazu trägt auch bei, dass Solarmodule als wenig verschleiß- und wartungsanfällig gelten. Die Hersteller garantieren nach 20 Jahren noch eine Energieausbeute von 85 Prozent. Alles eitel Sonnenschein – so weit sind sich die Initiatoren einig.
Spanien hat Zenit überschritten
Auseinander gehen die Meinungen über die Märkte. Spanien etwa hat seinen Zenit überschritten, seitdem eine geringere Einspeisevergütung im Herbst 2008 in Kraft trat (siehe auch DAS INVESTMENT 8/2008). Bis dahin sah das Land einen wilden Run auf Solarprojekte: „Es waren viele Glücksritter unterwegs. Die Mehrzahl der Angebote hielt rudimentärsten Prüfungen nicht stand“, so die Beobachtungen von Johannes Bitter-Suermann, Geschäftsführer von König & Cie. So maß in einem Fall das zum Verkauf stehende Grundstück nur einen Bruchteil der im Exposé genannten Fläche. Vielfach kolportiert wird auch die Geschichte, dass Projektentwickler einen Dieselge-nerator anwarfen, um den rechtzeitigen Anschluss eines vermeintlichen Solarparks ans Stromnetz vorzutäuschen. Für die Emissionshäuser HCI und König & Cie. ist Spanien daher verbrannte Erde. Die Konkurrenz sieht das mitunter anders.



















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