Policen mit Garantien: Verbundene Gegensätze
Dynamische Hybridmodelle verzahnen Kapitalanlage und Garantie. Variable-Annuities-Policen trennen sie strikt – mit modernen Fondspolicen werden Sicherheit und Rendite zwar auch in Zukunft nicht das perfekte Paar, die Beziehung wird aber harmonischer.
Sicherheit kostet Rendite, und das meist ordentlich – zum Großteil dürfte sich dieses Prinzip inzwischen in den Köpfen der Deutschen festgesetzt haben. Entscheidend ist aber, wie stark die Garantie die Gewinne belastet. Die Versicherungsbranche hat inzwischen Modelle im Angebot, die Garantien effizienter sichern und somit weniger Rendite kosten.
Kapitalanlage sichert die Garantie
Dabei funktionieren die neuen Alleskönner sehr unterschiedlich. Die sogenannten dynamischen Hybridmodelle schichten das Kundenguthaben zwischen den drei Töpfen Deckungsstock, Wertsicherungsfonds und freie Fondsanlage um – Kapitalanlage und Sicherungsmechanismus sind hierbei also miteinander verbunden.
Das ist bei Variable Annuities, dem derzeit zweiten großen Trend auf dem Markt für Fondspolicen, gerade nicht so. Die Assekuranzen sichern die Garantie über ein separates Hedging-Portfolio ab, die Kapitalanlage erfolgt unabhängig davon in Fonds oder Fondskörbe. Was die Versicherer dabei garantieren, ist unterschiedlich.
Marktpionier Axa, der im Oktober 2006 das Variable-Annuity-Produkt Twin Star auf den Markt brachte, sichert dem Kunden schon zu Vertragsbeginn eine bestimmte Mindestrente (Guaranteed Minimum Income Benefits) zu. Die Betonung bei diesem Produkt liegt auf „Rente“, denn nur sie ist garantiert. Wählt der Kunde zum Stichtag die Kapitalauszahlung seines Vermögens, ist die Absicherung futsch. Auch Swiss Life bietet seit Oktober die garantierte Mindestrente an.
Anders ist das bei der Variante der garantierten Ablaufleistung (Guaranteed Minimum Accumulation Benefits), wie sie Friends Provident und die Ergo-Tochter Vorsorge seit diesem Jahr offerieren. Dabei werden die Sparbeiträge des Kunden mit einem bestimmten Satz verzinst. Beim Tarif Global Top Return der Vorsorge sind es mindestens 3 Prozent pro Jahr, das sind deutlich mehr als die 2,25 Prozent, die derzeit am Markt üblich sind.


















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