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13.03.2009 12:16
Versicherungen, Analysen

18 Monate will kaum einer im Basistarif bleiben

18 Monate im Basistarif? Nein, danke! So scheinen wechselwillige privat Krankenversicherte zu denken. Zumindest zeigten im Juli 2008 noch 14 Prozent von ihnen die Bereitschaft, ihren Anbieter zu verlassen, dabei einen Teil ihrer Altersrückstellungen mitzunehmen, kurz in den Basistarif des neuen Anbieters zu wechseln, um dann in einen besseren Tarif aufzusteigen.

Quelle: Fotolia

Nach Bekanntgabe der Mindestverweildauer von 18 Monaten im Basistarif sank die Zahl der Wechselwilligen auf nur noch 8 Prozent. Das zeigt eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens You-Gov-Psychonomics. 18 Monate lang in einem Tarif bleiben zu müssen, der die gleichen Leistungen bietet wie die gesetzliche Krankenversicherung und dabei bis zu 530 Euro im Monat kostet, scheint vielen zu unattraktiv zu sein. Auch die Versicherungsmakler reduzierten ihre gezielten Vertriebsaktivitäten deshalb als der Gesetzgeber die Mindestfrist von 18 Monaten ausrief.

Die Versicherten, die wechseln wollten scheinen das im vergangenen Jahr noch getan zu haben. Lag die Zahl der möglichen Neuverträge Anfang 2008 noch bei rund 600.000 Stück, waren es Anfang 2009 nur noch 400.000 Policen. Dabei haben Anbieter wie Signal-Iduna, Central und Continentale die Nase vorn, wenn es um die Gunst der Abschluss- und Wechselbereiten geht.

Einen möglichen Absatzruck könnten die höheren Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung bringen, so die Untersuchungsergebnisse. 7 Prozent der freiwillig gesetzlich Versicherten kündigten an, in die private Krankenversicherung wechseln zu wollen, wenn die Beiträge der Kassen zu stark steigen. Die „natürliche“ Abwanderungsquote liegt bei rund 5 Prozent.

Von: Karen Schmidt

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