Die besten Riester-Fonds
DAS INVESTMENT.com hat sich die meistverkauften Riester-Produkte der Fondsgesellschaften einmal genauer angeschaut.
Riester-Fonds im Vergleich
Drei Fondshäuser teilen sich im Wesentlichen den Markt für Riester-Fondssparpläne: Unangefochten auf Platz 1 liegt Union Investment mit 1,74 Millionen verkauften Verträgen. Dahinter reiht sich DWS mit 390.000
Verträgen ein, Platz 3 besetzt Deka mit 335.000 Riester-Renten.
Uni-Profi-Rente
Wenn es Kurse und Vertragslaufzeit zulassen, fließen die Beiträge der Union-Investment-Kunden zunächst immer in den globalen Aktienfonds Uni-Global. Gehen die Märkte auf Talfahrt und braucht sich dadurch ein festgelegtes Risikobudget auf, fließen die weiteren Prämien in den Rentenfonds Uni-Euro-Renta. Der Bestand im Aktienfonds bleibt noch unangetastet. Komplett schichtet Union Investment das Guthaben erst in den Rentenfonds um, wenn die Garantie der Beiträge und Zulagen sowie eine angestrebte Mindestrendite gefährdet sind. Die weiteren Sparraten gehen „mit hoher Wahrscheinlichkeit“, wie es Union ausdrückt, wieder in den Uni-Global.





















für einen 30jährigen willigen Riester Sparer kommt nach meiner Recherche nur eine Möglichkeit in Betracht: DWS Top Rente. Sehr gutes Fondsportfolio, niedrige Kosten und gutes Management. Wiso kommt dieser in Ihrem Test nicht vor?
Mit freundlichen Grüßen
T.Jörg
vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir haben uns dieses Mal vor allem die meistverkauften Riester-Fonds einmal genauer angeschaut. Deshalb taucht hier die die DWS Riester Rente Premium und nicht die Top Rente auf.
Aber wir werden uns in Bälde einmal alle angebotenen Riester-Fonds zur Brust nehmen und analysieren. Mal sehen, ob sich unsere Recherchen / Analysen dann decken werden.
Beste Grüße
K. Schmidt
statt der DWS Top Rente können Sie auch die DWS Riester Rente Premium wählen und mit 5 € im Antrag starten. Dann zeitgleich per seperatem Schreiben die Beiträge auf den benötigten Monatsbeitrag hochsetzen. Somit haben Sie fast die gleiche Kostenstruktur wie bei der Top Rente aber ein breiteres Konzept auch mit einer Beimischung von anderen Top-Bewerteten Fondsgesellschaften.
mfg
Martin Alber
wenn Sie 30 Jahre alt sind, dann haben Sie noch über 30 Jahre Zeit bis zur Rente, also ist die DWS Top Rente das falsche Produkt für Sie! Grund: das Verhältnis von Aktien und Rentenfonds liegt fest. Nur die DWS Riester Rente Premium investiert vom ersten Beitrag an 100% in den Aktienanteil. Rechnen Sie mal durchschnittlich 2% mehr Rendite durch, das macht ein Vermögen aus.
Herzlichst
S.K.Müller
vor drei Jahren habe ich für mich die DWS Top Rente abgeschlossen. Seit Auflage der DWS Premium Rente stelle ich mir die Frage: Lohnt sich ein Wechsel? Bislang habe ich aufgrund der hohen Abschlusskosten davon abgesehen.
Es wäre schön, wenn sie bei dem angekündigten Vergleich aller Riester-Fondsprodukte auch auf die Wechselfrage von DWS TR nach DWS PR eingehen könnten.
Viele Grüße
Thomas D.
jeder Riestervertrag muss immer auch eine Rentenversicherung beinhalten, da das Angesparte Geld bis zum Lebensende über Raten ausgezahlt werden muss. Leider werden bei Fondsriestervergleichen nur auf die prognostizierte Ansparsumme bis zur Verrentung geschaut. Das ist aber nur die halbe Seite. Denn bei der Verrentung oder dem vorläufigen Auszahlplan entscheidet sich, wie viel man wirklich erhält. Hier bekommt man aber bei einem Fondsriester keine oder nur sehr dürftige Informationen. Auch über die Kosten der Verrentung wird nicht viel gesagt. Wenn man bedenkt, dass bereits bei den Riesterversicherungen die Verrentungswerte teilweise über 30% auseinander liegen, dann kann ich niemanden verstehen, der sich einen Fondsriester aussucht, der einem hierzu nichts angibt.
Im Übrigen ist es eine Farce, dass man bei einem Fondsriester 100% in Aktien hat. Man hat bestenfalls 100% in Aktien- und Mischfonds, die theoretisch wiederum eine Aktienquote von 100% haben können. Das findet man aber so gut wie nie an. Vor allem nicht bei Fondsriestern, die mit speziellen Misch- und Dachfonds arbeiten, die auch viele Hedging-geschäfte zur Absicherung machen. Man kann daher z. B. 95% Aktien haben, aber gleichzeitig z. B. 2% in Put-Optionsscheinen auf den einen Aktienindex mit einem Hebel von 20 und hat somit gerade Mal 55% der Anlagen, die wirklich von einem steigenden Aktienmarkt profitieren können. Das ist m. E. schon ein gutes Beispiel. Ebenso schlimm ist, dass Sie keine vollständig eigene Fondsauswahl treffen können und sich z. B. bei der DWS immer mit dem DWS Vorsorge- Dachfonds WKN DWS001 rumschlagen müssen (wie fast alles bei DWS bestenfalls mittelmäßig oder kennen Sie einen DWS Fonds mit 5 Sternen bei Morningstar?). Aus meiner Sicht kann man aufgrund der schlechten Fonds, die man grundsätzlich zur Absicherung mit verkauft bekommt, bestenfalls mit einer Rendite von 5% nach Kosten rechnen. Wahrscheinlich eher mit noch weniger. Dann bekommt am Ende bei der Verrentung noch die dann aktuelle Sterbetafel oder ein recht konservativen Auszahlplan zu spüren und kann dann wahrscheinlich nur profitieren, wenn man etwa 95 Jahre oder älter wird. Wenn man sehr früh stirbt, kann sich vielleicht noch der lebende Ehepartner freuen, da man über den Fondsauszahlungsplan eine grundsätzliche Rentengarantiezeit hat (i. d. R. bis 85 Jahre).
Fazit:
Ein Produkt wie ein Riestervertrag, der eine vorgeschrieben Garantie nämlich die eingezahlten Beiträge und Zulagen garantieren muss, eignet sich nicht für hohe Renditen. Es gibt bisher kein Garantieprodukt, das langfristig 6% und mehr Rendite schafft. Die meisten schaffen nicht Mal 4%. Man sollte sich, daher m. E. mehr Gedanken über die Verrentungsquote und die zur Auswahl stehenden Verrentungsmöglichkeiten (bei Versicherungen hat man i. d. R. 3 zur Auswahl) Gedanken machen. Wer hier auf das falsche Pferd setzt kann einen Großteil seines vorher Angesparten Guthabens verlieren, weil er trotz z. B. bei 100.000 Euro Guthabens monatlich nur 250 Euro vor Steuern oder weniger ausbezahlt bekommt, während er woanders bei nur 80.000 Guthaben bereits 350 Euro monatlich vor Steuern erhalten hätte.
Ich kann daher nur jedem empfehlen sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen bevor man sich für einen Anbieter entscheidet. Davor sollte man sich übrigens noch mit der genauen Steuersystematik auseinander setzten. Glauben Sie bitte nicht, dass Sie als Gutverdiener mit einem Riestervertrag wirklich unterm Strich viel Steuern sparen können. Was Sie in der Einzahlungsphase sparen (z. B. 30.000 Euro), bekommen Sie aufgrund Ihrer relativen hohen gesetzlichen Rente, die bei gerade bei jungen Leuten dann schon zu Spitzensteuersätzen von z. B. 30% führt, zu einem Eingangsteuersatz für die Riesterzusatzrenten von 30%.
Bei einer Einmalauszahlungen von 30% (maximaler erlaubter Wert), die einige Sparer planen, kommt man fast immer in den Spitzensteuersatzbereich von jetzt ca. 44% ohne KiSt. Wenn dieser zum Zeitpunkt Ihres Renteneintritts noch höher liegt, kann sogar ein negativer Steuereffekt eintreten.
In Ihrem Riestervertrag werden Sie zur Besteuerung in der Auszahlungsphase meistens nur einen Satz lesen (schauen Sie bitte nach), während Sie zu der möglichen Steuerersparnis i. d. R. mindestens eine Seite Hochrechnungen mit Grafik oder Tabelle finden.
Ich hoffe, ich habe Sie mit meinem Kommentar wenigstens dazu veranlasst noch Mal genau nachzudenken oder nachzuschauen, was Sie da wirklich abschließen wollen oder abgeschlossen haben und ob sich das wirklich für Sie rechnet.
Ich selbst bin Vermögensberater und Versicherungsmakler. Ich würde am meisten Provision (i. d. R. 4,5% + hoher Bestandsprovision) dabei verdienen, wenn ich Interessenten Fondsriester z. B. von DWS verkaufen würden, statt ihnen davon abzuraten oder ggf. eine Riesterversicherung empfehle. Da viele Berater aber anders denken und rechnen, ist es nicht verwunderlich, dass so viele Fondsriester verkauft werden. Diese haben übrigens noch einen sehr schönen Vorteil. Hier muss keine Dokumentation wie bei einer Rentenversicherung vorgenommen werden (z. B. Berechnung der Rentenlücke u. ä.). Der Verkäufer muss auch keine Ahnung von Versicherungen haben, da eine §34c GewO ausreicht, obwohl jeder Riester spätestens mit 85 zu verrenten ist und sich bereits vorher mit dieser Problematik (z. B. Sterbetafeln, Verrentungsformen, Rentengarantiezeit) auseinander setzen muss.
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