GKV-Studie: Zusatzbeitrag da, Kassenpatient weg
8 Euro mehr im Monat? Nein danke, denkt sich fast ein Drittel der gesetzlich Krankenversicherten. Wie eine aktuelle Studie zeigt, sind 29,9 Prozent der Kassenpatienten bereit, ihren gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) zu wechseln, wenn der einen Zusatzbeitrag erhebt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Kölner Ratinghauses Assekurata unter 1.072 gesetzlich Krankenversicherten. Mit der DAK hat heute die erste große gesetzliche Krankenkasse verkündet, einen Zusatzbeitrag von monatlich 8 Euro pro Versichertem zu erheben. Mehr als 20 Kassen haben einen Zusatzbeitrag für 2010 nicht ausgeschlossen.
Damit rückten Beitragsunterschiede zwischen den Kassen wieder stärker in den Fokus. „Dies dürfte zu Lasten des angestrebten Qualitätswettbewerbs gehen“ sagt Krankenversicherungsexperte Guido Leber. Denn das Umfrageergebnis zeigt ja, dass Kassen, die einen Zusatzbeitrag erheben, riskieren, ihre Versicherten an einen günstigeren Anbieter zu verlieren. „Dabei entlastet ein Zusatzbeitrag in Höhe von 8 Euro pro Mitglied eine Kasse wirtschaftlich nur sehr eingeschränkt“, so Leber. „Nach Gesprächen mit einigen gesetzlichen Kassen vermuten wir, dass gut ein Drittel dieses Zusatzbeitrags dem Verwaltungsakt des Beitragseinzugs zum Opfer fällt.“
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Den Krankenkassen fehlen in diesem Jahr rund 8 Milliarden Euro. Die Hälfte davon will der Bund übernehmen. Es bleibt eine Lücke von 4 Milliarden Euro – und die Kosten im Gesundheitssektor steigen weiter. Es sei daher davon auszugehen, dass ein Zusatzbeitrag von 8 Euro nicht ausreichen werde, so die Experten von Assekurata. Dazu müssten außerdem fast alle Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Kasse gebeten werden. Erst dann kämen pro Jahr rund 4,8 Milliarden Euro zusammen. Mittelfristig werde kaum eine Krankenkasse ohne den Zusatzbeitrag auskommen.
Bei mehr als 8 Euro Zusatzbeitrag müssen die Kassen eine Einkommensprüfung bei ihren Versicherten vornehmen. Das erhöht aber die Verwaltungskosten noch einmal deutlich: „Dieser wird voraussichtlich bei sechs bis sieben Euro pro Mitglied liegen“, sagt Assekurata-Geschäftsführer Christoph Sönnichsen. Wegen dieser Kosten sei davon auszugehen, dass die Kassen im zweiten Schritt von einem Durchschnittsverdiener bereits einen Zusatzbeitrag von ungefähr 20 Euro erheben müssten.
Ein Zusatzbeitrag in dieser Höhe ließe die Wechselbereitschaft der Kunden aber noch einmal ansteigen: 59,7 Prozent wären dann zu einem Wechsel bereit. Steigt der Zusatzbeitrag über 35 Euro, erhöht sich die Wechselbereitschaft auf über zwei Drittel (66,3 Prozent). „Erhebliche Wanderungsbewegungen, die wiederum Kosten erzeugen und Verunsicherung mit sich bringen, sind nicht zu unterschätzen“, so Sönnichsen.
Kurzfristig dürften vor allem die Anbieter profitieren, die 2010 keinen Zusatzbeitrag erheben werden. „Bei der Wahl der Kasse sollte aber nicht nur der Beitrag im Fokus stehen. Die angebotenen Serviceleistungen und Unterstützung im Krankheitsfall sind für die Kunden im Zweifelsfall wichtiger“, sagt Guido Leber.






















Ich frage mich, wo das noch hinführen soll? Meine monatl. Pflichtkosten betragen ca. 240EUR (inkl. 8EUR). Auf Monate und Jahre umgerechnet, habe ich diese Summe niemals verbraucht! Zudem frage ich mich, warum Arbeitgeber von diesen Kosten ausgeschlossen sind?
Die Regierung sollte eine Kostenverschiebung vornehmen, denn meiner meiner Meinung nach wird viel Geld für Dinge ausgegeben, von denen ich nichts habe? Oder sind Sie beispielsweise gefragt worden, ob Sie Interesse daran haben, Urlaub auf dem Mond zu machen?
Zusatzbeiträge warum? – welche Kassen(-Mitglieder) werden nachhaltig gesund bleiben?
Fragen an Politik und Kassen: Was zwingt die Kassen zur Teuerung? Zu wenige Kassen nutzen die neuen Freiheiten - mit 5% des Kassenbeitrags selbst positiv zu steuern ! Beteiligte sind Politik, Patienten, Kassen-Ärzte, Kliniken, PKV / GKV-Kassen, Pharma und andere.
Die Analyse zeigt: Arzneikosten steigen schneller als Arzthonorare; obwohl diese Arzt- und Klinik-Honorare gerade erst stark gestiegen sind.
Was bringt die einseitige Verschreibung verschreibungspflichtiger Risiko-Mittel, wenn nichtverschreibungspflichtige Mittel nicht mehr von den Kassen bezahlt werden?
Wie muss Politik und Kassen umsteuern, um den Nutzen der KV gegenüber den Zahlern zu mehren? Politik muss die Profitsucht der Pharma beschränken und die Wahlfreiheit der Patienten und die Verschreibungs-Freiheit der Ärzte bessern? : UN-Menschenrechte Therapiewahlfreiheit und körperliche Unversehrtheit einführen. Aber bitte mit mehr als 5, sondern 15% für KV-Freiheit und mit Aufklärung der Beitragszahlern von Kassen über Risiken, Nebenwirkungen und Folgen verschreibungspflichtiger Arzneimittel und unnötiger Operationen. Denn es ist naiv und blauäugig Aufklärung über Risiken nur von den Profiteuren (Pharma, Ärzten, Kliniken) zu fordern. Genau das haben einige wenige Kassen begriffen und steuern nun zu mehr Aufklärung um; auch Operationen ernsthaft vorher zu überdenken und Ärzte die Vermeidung motivieren. Das gilt generell für alle Länder, auch für USA (Amerika) und Obama mit seiner vieldiskutierten Gesundheitsreform – für 30 Millionen nichtversicherte Amerikaner und deren (nur) Privatversicherungen .
Man suche nach alternativen Kassen, die schon deutlich alternative Medizin förderten - ohne Reklame und Namensnennung! Mehr Qualität fordert Europäische Kommission mit Vorschlägen und Verordnungen schon lange! Forderung an Politik und Kassen:
Vorordnungen, die das Effizienzpotential gegenüber den Patienten stark bessern werden:
1) in-vitro-Geräte-Verordnung, 1998 zur Nutzung der Arzneimittel-Effizienz zur Vorabbeurteilung des individuellen Arzneimittel-Nutzens.
2) Soziale-Agenda – das ist: Ökonomie, Ökologie, Nachhaltigkeit, damit es sozial ist. Einfache EUROPA-Regeln ändern also nachhaltig das Kassensystem positiv. Wer schon darauf eingestellt ist braucht keinen Zusatzbeitrag ! Das meint: Dieter Reiber, IbF-Institut
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