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14.12.2010 16:48
Rubrik: Versicherungen

Assekuranz übernimmt drei Viertel der Auszubildenden

Azubis im Jahr 2010, Quelle: Öffentliche
Versicherung Braunschweig

Deutlich mehr Azubis als im Vorjahr werden von Versicherungen übernommen. Eine Ausbildungsumfrage der Versicherungswirtschaft enthüllt zudem, warum nicht alle zur Verfügung stehenden Stellen besetzt werden konnten.

Immer mehr junge Menschen beginnen eine Ausbildung in der Versicherungswirtschaft. Die Zahl neuer Ausbildungsverträge stieg von 5.487 im Jahr 2008 um 8,5 Prozent auf 5.954 im Jahr 2009. Insgesamt befanden sich vergangenes Jahr 14.774 Auszubildende in verschiedenen Stadien der 3-jährigen Ausbildung (Vorjahr:13.550).

Drei von vier Azubis werden übernommen

Schließt ein Auszubildender seine Berufsausbildung in einem Versicherungsunternehmen erfolgreich ab, so wird er meist auch übernommen. Über 99 Prozent der Auszubildenden haben 2009 ihre Abschlussprüfung bestanden. Erst kürzlich ehrte der DIHK die besten im Lehrgang Kaufmann für Versicherungen und Finanzen.

Die Übernahmequote für die ausgelernten Azubis stieg von 71,9 Prozent im Jahre 2008 auf 74,3 Prozent im Jahre 2009 und nunmehr auf knapp 77 Prozent für 2010.

Es könnten sogar noch mehr sein. Die Versicherer mussten laut der Studie des Berufsbildungswerkes der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) allerdings vergangenes Jahr bereits 4,5 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt lassen. Gründe hierfür sind zum einen sinkende Schülerzahlen, zum anderen eine sinkende Zahl der Bewerbungen pro Ausbildungsplatz (2008: 17, 2009: 14).

Mangel an qualifizierten Bewerbern

Mitte Juli 2010 waren immer noch 13,5 Prozent (2009: 10,3 Prozent) der Ausbildungsplätze für das aktuelle Ausbildungsjahr vakant. Zu den meistgenannten Gründen, weshalb Versicherungsunternehmen nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können, gehören nach wie vor die unzureichende Qualität der Bewerber, die fehlende Eignung für den Außendienst und die regional schlechte Bewerbersituation.

Diejenigen, die sich für die Ausbildung entscheiden, zeigen allerdings Einsatz und Durchhaltewillen: Lediglich 6,9 Prozent der Azubis brachen 2009 ihre Ausbildung ab (2008: 6,2 Prozent) – in der Hälfte der Fälle noch in der Probezeit. Allerdings konnten die Versicherungsunternehmen nur 19 Prozent der Ausbildungsplätze von Auszubildenden, die ihren Ausbildungsplatz nicht angetreten oder abgebrochen hatten, nachbesetzen.

Von den Absolventen der Ausbildung, die das Unternehmen verlassen haben, wagen rund 30 Prozent den Schritt in den selbstständigen Außendienst (Paragraf 84 HGB), fast 15 Prozent entscheiden sich für ein Studium.

Im Jahr 2009 ist der Anteil der Absolventen, die befristet in den Innendienst übernommen wurden, von 49 auf 47 Prozent leicht gesunken (siehe Grafik). Im Außendienst wurden sowohl befristet als auch unbefristet mehr Ausgebildete weiterbeschäftigt.

Die Ausbildungsquote der Versicherungswirtschaft liegt nahezu unverändert bei 6,4 Prozent. Das ist die Anzahl der in Ausbildung beschäftigten im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Beschäftigten. 15 Prozent der Unternehmen bilden laut der Studie derzeit gezielt über ihren Bedarf hinaus aus, um so dem Fachkräftemangel in der Branche entgegen zu steuern.

Das BWV hat eine Broschüre zu den Umfrageergebnissen veröffentlicht. Sie kann hier heruntergeladen werden.

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