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14.12.2011 13:33
Rubrik: Versicherungen

BAV: Die besten Anbieter von Direktversicherungen

Männer bei der Arbeit: Die Direktversicherung für die
Betriebsrente will sorgfältig ausgesucht sein. Foto: Getty

Zum zweiten Mal hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) Direktversicherungen unter die Lupe genommen. Wer im Ranking vorne liegt.

Im aktuellen Rating 2011 hat das IVFP 103 Tarife von über 50 Anbietern auf bis zu 81 Einzelkriterien untersucht. Die Gesamtnote setzt sich aus den vier Teilbereichsnoten Unternehmenssicherheit, Rendite, Flexibilität sowie Transparenz & Service zusammen.

Die Einteilung der Produkte erfolgte erstmals in vier Kategorien: Klassische Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage, fondsgebundene Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage (BoLz), fondsgebundene Tarife mit Mindestleistung bei der Beitragszusage (BzMl) und – ganz neu – „Comfort“-Tarife.

In das letztere Segment ordnet das IVFP Tarife ein, denen ein oder mehrere Anlagekonzepte zugrunde liegen, die der Versicherer managt. Produkte für Personen also, die eine fondsgebundene Versicherung möchten, gleichzeitig aber über geringe Erfahrung auf dem Finanzmarkt verfügen oder sich nach Vertragschluss nicht mehr um ihren Vertrag kümmern möchten. Tarife angelsächsischer Gesellschaften hat das IVFP aber nicht berücksichtigt.


And the winners are …

Zu den führenden Anbietern zählen in der Kategorie „klassisch“ Debeka, Allianz, Hannoversche, Cosmos und Huk-Coburg. Im Bereich fondsgebundener Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage belegen Allianz, Zurich Deutscher Herold und Hanse-Merkur die vorderen Plätze. Neben Allianz, Volkswohl Bund und HDI-Gerling überzeugt die Stuttgarter bei den BzMl-Tarifen. Die neu geschaffene Comfort-Kategorie wird von Aachen-Münchener und Zurich angeführt.

>> Zu den Ergebnissen der Studie geht es hier.

Auch in diesem Jahr gab es wieder thematische Schwerpunkte. Besonders im Fokus standen Hinweise zur Steuer und Sozialversicherung – gerade bei der betrieblichen Altersversorgung ein wichtiger Aspekt – sowie Zuzahlungsoption und -konditionen. Ergebnis: Bei fast allen Produkten konnten die Versicherten (Sonder-)Beträge zuzahlen. Auf Nachfrage konnte das Institut bei 68 Prozent der Tarife die Kosten hierfür in Erfahrung bringen. Bei einer Zuzahlung in Höhe von 1.000 Euro im fünften Versicherungsjahr fallen Kosten zwischen 23 und 280 Euro an.


Die Kostensieger bei Zuzahlungen

Eine enorme Spanne. Anbieter, die hier positiv auffallen, sind unter anderem Cosmos (klassisch, BoLz, BzMl), Europa (klassisch), Hannoversche (BoLz, BzMl), Neue Leben (BzMl) sowie Zurich (klassisch, BoLz, Comfort) – die maximalen Kosten liegen hier bei 50 Euro.

Je länger Verträge laufen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Versicherten Beträge zuzahlen. Das IVFP fordert daher, dass Kunden über die anfallenden Kosten aufgeklärt werden müssen. Bisher liegen nur bei 21 Prozent der Tarife die Kosten konkret vor. Laut Institut ist es auch wichtig, dass in diesem Zusammenhang Hinweise zu den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Höchstgrenzen vorhanden sind. Diese Infos liefern aber nur 47 Prozent der untersuchten Tarife.

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