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05.02.2010 12:58
Zertifikate, Produkte

UBS-Stars-Express-Zertifikat: Parallelen zu Lehman

Kunden der Hamburger Sparkasse (Haspa), die viel Geld mit dem vorzeitig gekündigten UBS-Stars-Express-Zertifikat (WKN UB95YX) verloren hatten, haben sich bei der Verbraucherzentrale Hamburg gemeldet.

Nach Angaben der Verbraucherschützer hat Haspa das Zertifikat, das auf zehn soliden Dax-Werten basierte, Anfang 2007 ihren Kunden als sichere Anlage empfohlen. Dass bei dem Zertifikat keine Zinsen fließen und die Rückzahlung zum Einstandskurs nicht gesichert ist, wenn sich nur eine der Aktien negativ entwickelt, soll die Sparkasse manchen Anlegern gegenüber verschwiegen haben. Auch dass die Emittentin UBS sich ein vorzeitiges Kündigungsrecht für bestimmte Fälle vorbehielt, wollen viele Anleger nicht gewusst haben.

Nachdem sich die Kurse einiger Basisaktien von Anfang an negativ entwickelt hatten, hat das Zertifikat den Großteil seines Werts verloren. Im Zuge der vorzeitigen Kündigung hat UBS nur den laufenden Kurs von 2,62 Euro zurückgezahlt, was den Anlegern, die das Zertifikat noch zum Einstandskurs von 101 Euro erworben haben, massive Verluste bescherte.

###BOX_10###

Laut Verbraucherzentrale hat sich Bank bereits mit zwei Geschädigten geeinigt. Die Anleger bekommen 50 Prozent ihres Schadens ersetzt. Die Verbraucherschützer fordern von der Haspa eine Entschädigung für alle Kunden. Es sollen sich etwa 40 Betroffene gemeldet haben, die unzureichend beraten worden sind.

Experten erkennen in dem Fall unterdessen mehrere Parallelen zu den Lehman-Zertifikaten. So soll die Bank wieder mit dem Argument der Sicherheit geworben haben und wieder sollen Risiken unter den Tisch gekehrt worden sein.

Von: Svetlana Kerschner

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Armin , 09-02-10 10:34:
Der vorliegende Fall macht wieder ganz deutlich, dass strukturierte Produkte absolut nicht für jeden Anleger geeignet sind. Denn nur wer sich mit der Materie auskennt, sollte auch wirklich investieren, bzw. dahingehend auch beraten werden, das notwendige Fachwissen beim Berater selbstverständlich vorausgesetzt. Auf der anderen Seite sollten sich Bankkunden auch ehrlicherweise selbst die Frage stellen, wie es möglich sein kann, mit völlig „gefahrlosen“ Papieren überhaupt Renditen derartiger Express-Konstruktionen erzielen zu können und im Zweifelsfall selbst den Verkaufsprospekt zu Rate zu ziehen. Schließlich ist die Beratung bei ihrer Bank im Gegensatz zu anderen wichtigen Dienstleistungen ja kostenlos und sollte deshalb auch als eine solche eingeschätzt werden (Verkauf statt Beratung!), so dass ein bisschen Mühe bei der Geldanlage auch durchaus eingefordert werden kann. Zertifikate können vielleicht vieles, aber zaubern gehört sicherlich nicht dazu.

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