Investoren-Umfrage Europas Fondsmanager meiden Finanzdienstleister-Aktien

Die Risikoaversion der internationalen Fondsmanager nimmt zu: Die aktuelle Ausgabe der Investoren-Umfrage von BofA Merrill Lynch Global Research verzeichnet die höchste Cash-Quote seit 15 Jahren: Nach einem weiteren Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte beträgt sie aktuell 5,8 Prozent.

So hoch war der Anteil der Barbestände zuletzt nach dem Brexit-Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union und nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Als Hauptsorgen der Fondsmanager nennt die Studie eine politische Krise in der EU, einen Crash am Rentenmarkt und einen Wahlsieg Donald Trumps.

Über- und untergewichtete Sektoren der europäischen Fondsmanager

Grafik: BofA Merrill Lynch Global Research

Die weltweit mehr als 200 Teilnehmer der Umfrage verwalten Vermögen von insgesamt 563 Milliarden US-Dollar (knapp 513 Milliarden Euro). Die 34 europäischen Fondsmanager, die an der Anfang Oktober durchgeführten Umfrage teilnahmen und Vermögen von insgesamt 58 Milliarden US-Dollar (knapp 53 Milliarden Euro) verwalten, bevorzugen aktuell Technologie- und Industrietitel.

Außerdem gewichten sie derzeit Aktien von Versicherern über, die sie im Vormonat noch untergewichtet hatten. Verschlechtert hat sich dagegen die Meinung der Fondsmanager zu Aktien aus der Immobilien-, Banken- und Finanzdienstleistungsbranche. Sie werden ebenso wie die Anteilsscheine der Versorger derzeit besonders stark untergewichtet.