iShares-Leitfaden So wählen Sie gezielt Index-Investments aus

Gezielter Wurf von Jayson Tatum (r.) bei der FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft 2017 in Dubai: Nicht nur Investoren brauchen ausgeklügelte Strategien | © Getty Images

Gezielter Wurf von Jayson Tatum (r.) bei der FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft 2017 in Dubai: Nicht nur Investoren brauchen ausgeklügelte Strategien Foto: Getty Images

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Seit der Auflegung des ersten Indexfonds in den 1970er-Jahren hat der Markt für passive Investments ein rasantes Wachstum erlebt: Derzeit werden mehr als 3 Billionen US-Dollar (2,5 Billionen Euro) in börsengehandelten ETP-Produkten (Exchange-Traded Products) verwaltet. Auf Indexfonds entfällt etwa derselbe Betrag.

Wesentliche Impulsgeber des Booms bei ETFs & Co. sind geringere Kosten im Vergleich zu anderen Anlageprodukten, immer strengere regulatorische Auflagen, Diversifizierungseffekte und die Innovationsfähigkeit von Indexstrategien.

Infolge der zunehmenden Verbreitung kann die Auswahl des passenden indexbasierten Instruments zur Herausforderung werden. Anleger ziehen in diesem Zusammenhang oft Verwaltungsgebühren als einzige Vergleichsbasis heran.

Wir von BlackRock sind überzeugt, dass für die Auswahl von Index-Investments konkretere Orientierungshilfen nötig sind. Deshalb haben wir auf Grundlage unserer jahrzehntelangen Erfahrung mit passiven Strategien ein Rahmenkonzept entwickelt. Es ist folgendermaßen strukturiert:

1. Verfügbarkeit der Indizes

Zunächst müssen Finanzberater herausfinden, ob die vom Anleger gewählten Ziel-Investments überhaupt zugänglich sind. Zudem muss klar sein, ob die Benchmark über verschiedene Mantelkonstruktionen und Anbieter erreicht werden kann.

2. Regulatorische und operative Auflagen

In der zweiten Stufe prüfen Berater die Rahmenbedingungen der Investition. Gibt es regulatorische und operative Beschränkungen? Welche Vorgaben macht der Kunde bezüglich des Mindestbetrags des verwalteten Fondsvermögens und der Asset-Klassen?

3. Kosten

In Stufe drei muss geklärt werden, ob der Anleger seine Ziele mit einem bestimmten Index-Investment erreichen kann. Hierbei spielen Kosten eine wichtige Rolle.

Die Kosten von Indexfonds und ETFs lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Kosten in Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Indexinstrumenten (externe Kosten) und Kosten in Zusammenhang mit dem Halten von Indexinstrumenten (interne Kosten).

Durch die gemeinsame Betrachtung dieser beiden Kostenarten erhält der Anleger einen Überblick über die Gesamtkosten des Investments (englisch: Total Cost of Ownership, TCO).