Joachim Berlenbach über Rohstoffe „Darum haben wir Ölfirmen hinzugekauft - vor dem Opec-Treffen“

Rohstofffonds-Manager Joachim Berlenbach, Ölpumpe in Texas | © Getty Images

Rohstofffonds-Manager Joachim Berlenbach, Ölpumpe in Texas Foto: Getty Images

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Dass die Opec-Staaten auf ihrer Sitzung am Mittwoch in Wien wohl eine Kürzung der Ölförderung beschließen würden, hatte Joachim Berlenbach zwar geahnt. Allerdings war das für ihn nicht der einzige Grund, den Öl- und Gasproduzenten-Anteil in seinem Fonds Earth Exploration UI von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen.

„Eine Frage der Zeit, wann die Nachfrage das Angebot übersteigt“

Derzeit herrsche noch Überangebot am Ölmarkt, erklärt Berlenbach. „Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit, wann die Nachfrage größer sein wird als das Angebot“. Nach der Opec-Einigung am Mittwoch könnte das ganz schnell gehen.

„Der Preis von 45 US-Dollar pro Barrel wird nicht lange aufrechterhalten werden können“, ist Berlenbach überzeugt. Denn der Ölpreis habe viele Katalysatoren. Die weltweite Ölförderung werde sinken - und das nicht nur aufgrund des Opec-Entscheids, meint der Rohstoff-Experte. Schließlich lohnen sich auf dem derzeitigen Preisniveau die Investitionen nicht wirklich. Und fehlende Investitionen führen zum Produktionsabfall.

Auf der anderen Seite nehme die Nachfrage aus China und Indien zu, so Berlenbach weiter. „Wir gehen stramm auf eine Nachfrage von 100 Millionen Fässern zu“.