Kapitalanlage mit Versicherungen: „Buy-and-hold ist auch bei Fondspolicen out“

Andrea Schölermann, Condor, und Klaus-Dieter Erdmann, MMD<br>(Foto: Anna Mutter)

Andrea Schölermann, Condor, und Klaus-Dieter Erdmann, MMD
(Foto: Anna Mutter)

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DAS INVESTMENT.com:  Was war die Idee für Ihre Zusammenarbeit bei Fondspolicen?

Andrea Schölermann:  Wir kombinieren bei unserer Kooperation die Stärken vermögensverwaltend gemanagter Fonds mit denen der Fondspolice. Wir sichern zum einen gegen Langlebigkeitsrisiken ab, indem wir die Rentenzahlungen lebenslang garantieren. Zum anderen hat der  aktuelle Börsencrash einmal mehr unter Beweis gestellt, dass die alte Buy-and-hold-Regel nicht mehr gilt – also dass man investieren und dann einfach abwarten sollte. Gut gemanagte VV-Fonds vermeiden starke Ausschläge nach unten und bieten ordentliche Wertzuwächse.

DAS INVESTMENT.com: Sind die Strategieportfolios nur für Einmalbeitragspolicen reserviert?  

Schölermann: Nein, sie stehen bei  allen Congenial Tarifen zur Verfügung, und die VV-Fonds  sind zudem auch einzeln anwählbar.  

DAS INVESTMENT.com:  Bislang wurden viele Fondspolicen Anleger enttäuscht, weil sie Börsenabschwünge voll mitgenommen haben.

Klaus-Dieter Erdmann: Das hat unter anderem historische Gründe.  Als 2004 die steuerliche Veränderung für die Lebensversicherung kam, sind viele fondsgebundene Policen mit dem Anreiz der letztmaligen Steuerfreiheit verkauft worden. Der Fonds war da vielfach nur ein notwendiges Übel, um etwas in die Police hineinzupacken. Deshalb wurde oft ein Fonds genommen, der in der Rangliste der Performance ganz oben stand. Das war für viele  Anleger in den Krisenjahren 2008 und 2009 jedoch nicht unbedingt die beste Lösung.