Kauf, Lagerung und Verkauf „Diese 3 Punkte sollten Silber-Anleger beachten“

Silber: Das chemische Element mit der Ordnungszahl 47 wird heutzutage auch in vielen Alltagsgegenständen – vom Handy bis zum Auto – verbaut. | © J.S. Klingemann

Silber: Das chemische Element mit der Ordnungszahl 47 wird heutzutage auch in vielen Alltagsgegenständen – vom Handy bis zum Auto – verbaut. Foto: J.S. Klingemann

Peter Härtling, DGfRP

Wer sein Geld in Edelmetalle anlegen will, sollte in der aktuellen Marktsituation eine Investition in Silber prüfen, empfiehlt Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGfRP) mit Sitz in Altötting: „Da die Gold-Silber-Ratio zurzeit bei etwa 1:80 liegt, ist Silber gegenüber Gold als Investition vorzuziehen.“

Im Gegensatz zu Gold wird Silber nicht vornehmlich zu Investitionszwecken und als Schmuck nachgefragt: Silber hat mehr als 43.000 industrielle Anwendungen und wird in über 1.300 Patenten verwendet, erklärt Härtling. „Beim derzeitigen Verbrauch reichen die bekannten Silbervorkommen noch rund zehn Jahre und schon heute übersteigt die Nachfrage das Angebot.“

Der Kauf von Edelmetallen eigne sich aber nicht nur für die Spekulation auf steigende Marktpreise, sondern könne darüber hinaus als Inflationsschutz dienen: „Wenn, wie jetzt, die Zinsen unterhalb der Inflationsrate liegen, bietet physisches Silber die Möglichkeit, Kapital zu erhalten und vor Verlusten durch negative Realzinsen zu schützen“, erklärt Härtling.

Steuern bei Silber-Investments

Doch: „Beim Kauf, bei der Lagerung und beim Verkauf von Silber sollten Privatanleger genau hinschauen“, so Härtling weiter. Beim Kauf von Silberbarren werde in Deutschland beispielsweise Mehrwertsteuer fällig. „Dazu kommen teils horrende Preisaufschläge der Händler von bis über 75 Prozent sowie hohe Preisabschläge bei späterem Verkauf.“

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Deshalb sollten drei Dinge beachtet werden, so Härtling: „Wir empfehlen Anlegern, die Preise sehr genau zu vergleichen und Kaufaufschläge auch bei Kleinmengen von über 30 Prozent und Verkaufsabschläge von über 5 Prozent unbedingt zu vermeiden.“ Wer Silber in einem Schweizer Zollfreilager erwirbt und lagert, spare sich die deutsche Mehrwertsteuer von 19 Prozent.

„Mit dieser völlig normalen und legalen Lagerungsvariante bekommt man wesentlich mehr Silber für sein Geld“, kommentiert der DGfRP-Geschäftsführer. Und ergänzt: „Wird physisches Silber mit Gewinn nach mehr als einem Jahr verkauft, ist der Mehrerlös nach deutschem Recht steuerfrei.“ Das gelte jedoch nicht für Erträge aus Silberzertifikaten.