Knatsch in der Krypto-Gemeinde Bitcoin bricht ein, Ableger holt auf

Erklärte Liebe in Berlin: Das Kneipenschild zeigt, wie der Besitzer die Krypto-Währung Bitcoin einordnet. Für ihn steht sie in einer Reihe mit Gold und Silber. | © Getty Images

Erklärte Liebe in Berlin: Das Kneipenschild zeigt, wie der Besitzer die Krypto-Währung Bitcoin einordnet. Für ihn steht sie in einer Reihe mit Gold und Silber. Foto: Getty Images

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist eingebrochen. Lag er noch am Mittwoch (8. November 2017) bei fast 7.500 US-Dollar, waren es gestern Abend nur noch rund 5.900 Dollar – ein Fünftel weniger. Da gab es aber auch schon schlimmeres.

Grund ist ein alter Streit darüber, wie groß die Datenblöcke in der Bitcoin-Blockchain künftig sein sollen. Aktuell fasst jeder Block nur rund einen Megabyte. Zu wenig für eine Währung, die weltweit vorn mitmischen soll. Denn zurzeit entsteht etwa alle zehn Minuten ein neuer Block, die Warteschlange für Transaktionen, die man ja dort reinschreibt und ablegt, ist lang. Die Kosten für eine Transaktion sind entsprechend zu hoch.

Abhilfe sollte nun ein Update namens Segwit2x schaffen. Ein Block sollte dann 2 Megabyte fassen. Doch dieser sogenannte Hard Fork ist nun vom Tisch. Es fand sich keine Mehrheit in der Bitcoin-Gemeinschaft.

Der Streit dauert nun schon einige Monate und brachte im Sommer den Ableger Bitcoin Cash hervor. Jetzt hatten viele Bitcoin-Käufer auf einen erneuten Hard Fork mit weiterer zusätzlich abgespaltener Währung spekuliert. Und ziehen sich nun wieder zurück.

Der Bitcoin Cash erlebt dagegen einen kräftigen Kursaufschwung – im Gegensatz zum Bitcoin. Denn beim Bitcoin Cash darf ein Block jetzt schon 8 Megabyte fassen, damit sind die Transaktionen deutlich billiger als bei der Mutterwährung.