Kommentar zu Insurtechs Ein Nachruf auf Herrn Kaiser

Das Gebäude der Ergo-Versicherung in Düsseldorf. Für diese Versicherung war „Herr Günter Kaiser

Das Gebäude der Ergo-Versicherung in Düsseldorf. Für diese Versicherung war „Herr Günter Kaiser" lange Werbefigur.

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Einen durchaus amüsanten Nachruf auf den allseits bekannten Versicherungsvertreter Günter Kaiser, hat Maik Klotz, Redakteur der Portals T3N, verfasst: „Fast 40 Jahre lang begrüßten wir unseren Lieblings-Versicherungsvertreter mit ‚Hallo Herr Kaiser‘. Der stets freundliche und hilfsbereite Günter Kaiser war der Versicherungsvertreter der Herzen und immer für uns da.“ Fast jeder habe ihn gekannt, genauer 86 Prozent der Deutschen. Dann schickte ihn die Ergo 2009 in Rente.

„Untätig war Herr Kaiser auch als Pensionär nicht und entwarf Versicherungs-Maskottchen wie zum Beispiel Marten den Mader der Allsecur oder Pferdi der LVM“, schreibt Klotz weiter. Das erste Mal mit Insurtechs soll Kaiser bei der Suche nach einer Kleinstversicherung für sein Fahrrad in Kontakt gekommen sein. „Diese Begegnung sollte eine tiefe Lebenskrise auslösen, von der er sich nicht mehr erholen sollte. Nur wenige Monate später starb Herr Kaiser im Kreise seiner Versicherungsvertreter. Er hinterlässt eine Unfallversicherung und zwei Fahrzeug-Insassenversicherungen.“

Hintergrund dieses Nachrufes ist der tatsächliche Angriff von Insurtechs auf die alt eingesessenen der Versicherungsbranche. Aktuell gebe es knapp 20 Insurtechs. „Es herrscht Goldgräberstimmung“, so Klotz. „Alleine 2015 wurde in der Versicherungsbranche ein Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Es ist also kein Wunder, dass die Startup-Szene den Bereich gerade für sich entdeckt.“