Kunden-Umfrage Junge Akademiker setzen auf Versicherungs-Fintechs

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Beim Vergleich zwischen etablierten Versicherungen und den jungen Start-ups der Assekuranz, den so genannten Insurtechs, gelten die Traditionsunternehmen in vielen Aspekten als verlässlicher. Der Vertrauensvorsprung schmilzt jedoch: Gerade jüngere Kunden trauen den internetbasierten Neugründungen mehr zu als den Konzernen.

Mehr als die Hälfte der Internetnutzer zwischen 18 und 35 Jahren hält Start-ups für unbürokratischer (52 Prozent) sowie transparenter (51 Prozent) und sieht dort das fairere Preis-Leistungs-Verhältnis (54 Prozent). Dies ergab eine Befragung des Insurtechs Community Life unter 1.000 volljährigen Internetnutzern in Deutschland.

Online-Versicherungen auf dem Vormarsch

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungen veröffentlichte im Oktober eine Studie, der zufolge 55 Prozent der Deutschen den Online-Abschluss einer Versicherung ablehnen. Doch im Umkehrschluss bedeutet das: Für 45 Prozent, also fast jeden zweiten Deutschen, ist der Online-Abschluss durchaus vorstellbar.

Erstaunlich ist das insbesondere deshalb, weil Versicherungen als Produkt mit hohem Beratungsbedarf gelten. Doch die Onlineangebote würden laut Community Life immer besser darin, die zum Abschluss benötigten Informationen in verständlicher Form zu vermitteln. Ihre Erhebung zeige, dass insbesondere junge Kunden für attraktive webbasierte Angebote offen sind.

Online-Kommunikation Stärke der Start-ups

Als große Stärke der Start-ups gilt die einfache Kommunikation über das Internet: In allen Altersstufen ist die Mehrheit der Befragten einig, dass die Neugründungen in dieser Hinsicht den besseren Service liefern. Und 38 Prozent der Befragten unter 35 Jahren geben an, dass Insurtechs eher im Interesse des Kunden beraten als Versicherungen.