Lange Laufzeiten in Lateinamerika, short bei US-Schatzanleihen Fonds-Klassiker im Check-Up: Templeton Global Total Return

Michael Hasenstab, Manager des Templeton Global Total Return | © dpa/picture Alliance/AFP/Josh Edelson

Michael Hasenstab, Manager des Templeton Global Total Return Foto: dpa/picture Alliance/AFP/Josh Edelson

  1. Der Konkurrenz-Vergleich

Rund 20 Milliarden US-Dollar bringt der Rentenfonds-Klassiker Templeton Global Total Return auf die Waage. Und das nicht ohne Grund, denn Fondsmanager Michael Hasenstab beweist immer wieder einen guten Riecher für die verschiedenen Ertragsquellen im Rentensegment, darunter auch Währungswetten. Dabei gehören sowohl Investment Grade- als auch Non Investment Grade-Anleihen zu seinem Repertoire, zudem kann er auch derivative Instrumente einsetzen.

Hasenstab ist bekannt dafür, sich auch abseits der Marktmeinung zu positionieren. So hat er beispielsweise 2011 irische Anleihen gekauft, als andere Marktteilnehmer dort das Schlimmste befürchteten. „Aus unserer Sicht waren die Risiken in Irland damals nicht so hoch wie es die Kapitalmarktzinsen vermuten ließen“, blickt Hasenstab zurück und freut sich über eine Rückzahlungsrendite seines Investments von mehr als 15 Prozent. Seit Auflegung im August 2003 legte der Templeton Global Total Return im Schnitt um 8,5 Prozent pro Jahr zu – ein respektables Ergebnis für einen Rentenfonds.

Auch in den vergangenen zwölf Monaten macht der Templeton Global Total Return in seiner Vergleichsgruppe „Rentenfonds allgemein gemischte Laufzeiten Welt“ eine gute Figur und belegt mit einem Wertzuwachs von 15,9 Prozent (Stand: 20. Juni 2017) unter hunderten Konkurrenten einen Spitzenplatz. Hasenstab: „Eine sehr gute Performance erzielten wir vor allem ab Oktober 2016, als in den USA ein Wahlsieg von Hillary Clinton noch wahrscheinlich schien. Der Fonds weist immer dann eine positive Performance auf, wenn die Anleihemärkte negative Renditen abwerfen. Und genau zu diesem Zeitpunkt drehte sich die Entwicklung.“

Hinzu kam laut Hasenstab, dass er bevorzugt auf Investments setzt, die gut laufen, wenn Aktien gleichzeitig mit Anleihen fallen – und das war seinerzeit der Fall. „Dann erst kam Trump, der Öl ins Feuer der Wachstums-und Inflationserwartungen goss. Die Anleihen verloren daraufhin weiter an Wert“, erläutert er. Unterm Strich hätten fast alle Fondspositionen zu dem guten Ergebnis beigetragen, zeigt sich der Erfolgsmanager zufrieden.

 

Über drei Jahre liegt der Fonds mit einem Wertzuwachs von 23,6 Prozent ebenfalls in der Spitzengruppe und lässt den Sektor-Durchschnitt von 10,3 Prozent deutlich hinter sich. An die Performance des gegen US-Dollar gehedgten Spitzenreiters Carmignac Portfolio Global Bond (USD) mit einem Wertzuwachs von 46,9 Prozent kommt er allerdings nicht heran.

 

Auch über fünf Jahre liegt der Fonds – bedingt durch die im Oktober 2016 gestartete Rally – deutlich vor seiner Vergleichsgruppe. Mit einem Wertzuwachs von 38,4 Prozent schlägt er den Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe um mehr als 20 Prozentpunkte.