Lebensstandard sichern So bringen Berater jungen Menschen die Altersvorsorge nahe

Lebensstandard sichern: So bringen Berater jungen Menschen die Altersvorsorge nahe

Wer den Lebenswandel heutiger Senioren mit der Lebensweise älterer Semester vor 30 oder 40 Jahren vergleicht, stellt eins fest: Viele Rentner sind heute aktiv und verwirklichen den ein oder anderen lang gehegten Traum.

Und dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen. Das belegt eine aktuelle Umfrage, die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. durchgeführt hat. Danach befragt, was ihnen im Alter wichtig sein wird, gaben 54 Prozent der befragten 25- bis 35-Jährigen Ausflüge und Reisen an, 41 Prozent nannten kulturelle Veranstaltungen und 34 Prozent, auch im Alter ausgehen zu wollen (siehe Grafik unten).

Demgegenüber setzt die Altersgruppe der 65- bis 75-Jährigen andere Prioritäten und legt etwa mehr Wert auf Mobilität. „Die Vorstellungen der verschiedenen Generationen über ihre Bedürfnisse im Alter liegen weit auseinander“, kommentiert Linda Dahm, Marketingleiterin bei der Stuttgarter. Dies wäre prinzipiell nicht weiter dramatisch – wenn sich nicht gleichzeitig eine Kluft zwischen den Wünschen im Ruhestand und den finanziellen Möglichkeiten im Alter auftun würde. Dahm: „Da das Alter bei den Jüngeren noch in weiter Ferne liegt, verschließen sie offenbar die Augen vor dem sinkenden Niveau der gesetzlichen Rente und dem damit verbundenen Risiko der Altersarmut.“

Fakt ist – das ist in Fachkreisen hinreichend bekannt, doch von der Bevölkerung oftmals unterschätzt: Wer im Alter seine Zeit für die schönen Dinge des Lebens nutzen will, braucht dafür ein angemessenes Alterseinkommen. Und hierfür reicht die gesetzliche Rente zunehmend nicht mehr aus. Doch in der Beratungspraxis ist es häufig schwierig, die Zielgruppe der Jüngeren für das Thema zu sensibilisieren. Ihnen erscheint das Alter noch weit entfernt und damit noch nicht relevant. Zudem verbinden junge Menschen mit dem Stichwort „Alter“ unangenehme Aspekte wie körperliche Gebrechen und Tod. Mit der Folge, dass sie das Thema verdrängen.