Lebenszyklussparen als Antwort auf die Demographiefalle

Bild: Digitalvision

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Lebenszyklussparen kann die Antwort sein auf die Demographiefalle, die private Vorsorge dringend erforderlich macht. Dabei beginnen Vermögensaufbau wie Zukunftssicherung lange vor dem Geldverdienen: Er beginnt mit der Ausbildung. Sie sind Geld wert! Wer bei der Ausbildung und der Berufswahl die Weichen falsch oder zu spät stellt, läuft Gefahr, sein ganzes Leben auf dem verkehrten Gleis zu fahren. Ausbildung und Berufserfahrung bestimmen die eigene „Produktivität“ – und nach dieser richtet sich der (Real-)Lohn. Aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Binsenweisheit – aber eine mit gehörigen Konsequenzen, gerade auch für den eigenen Vermögensaufbau. Denn das Gehalt ist nicht nur der wichtigste Einkommensstrom, sondern für die meisten Menschen auch ihr wertvollstes „Asset“. Der Durchschnittsbruttoverdienst liegt in Deutschland bei 2.500 Euro im Monat, macht 30.000 Euro im Jahr. Nach Steuern bleiben, über den ganz dicken Daumen gepeilt, noch 25.000 Euro im Jahr. Davon gehen dann zwar die Sozialversicherungsbeiträge ab, da diesen aber Versicherungsleistungen gegenüberstehen, muss das Nettogehalt nicht noch weiter um diese gekürzt werden. Stünde die Arbeit als Wert, der diesen Einkommensstrom Jahr für Jahr erbringt, in der eigenen Vermögensbilanz, wäre das ein stattlicher Posten. Bei einem Nettoeinkommen von 25.000 Euro im Jahr (nach Steuern) können über die nächsten 30 Jahre 1.500.000 Euro zusammenkommen. Dabei wurde angenommen, dass das Einkommen pro Jahr um 4,5 % nominal steigt und der Steuersatz unverändert bleibt. Wird eine Inflation von durchschnittlich 2,5 % unterstellt, kämen real immer noch gut eine Million Euro zusammen. Ein Vermögen!