Lloyd Fonds schafft Investoren-Beirat: „Von Fondsanlegern lernen“

Silke Harms, LLoyd Fonds

Silke Harms, LLoyd Fonds

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DAS INVESTMENT.com: Wozu braucht Lloyd Fonds Unterstützung von seinen Anlegern?

Silke Harms: Mit der Einrichtung des Beirats bezwecken wir zweierlei. Zum einen soll diese vertrauensbildende Maßnahme noch mehr Transparenz für unsere Anleger ermöglichen, zum anderen die Kommunikation mit ihnen verbessern. Man könnte auch sagen: Wir wollen von unseren Fondsanlegern lernen, welche spezielle Wünsche, Bedarfe und Ängste sie haben – gerade in der gegenwärtigen Marktsituation.

DAS INVESTMENT.com:
Das klingt edel, hilfreich und gut. Und auch ein bisschen nach Marketing-Methode...

Harms:
... es ist aber alles andere als das. Uns geht es darum, im direkten Dialog ohne Umwege Kritik und Anregungen aufzunehmen und im Tagesgeschäft nutzen zu können. Das nützt allen: Anlegern, Vertrieb und uns. Wir können dem Investoren-Beirat zum Beispiel neue Fondsideen vorstellen und auf diese Weise in einer Expertenzielgruppe verproben.

DAS INVESTMENT.com: Wer soll den Beirat bilden?

Harms:
Wir haben uns an erfahrene Anleger gewandt, die mehrere Fonds oder ein hohes Fondsvolumen bei uns gezeichnet haben. 16 Anleger haben vor einigen Tagen an der Auftaktsitzung teilgenommen. Dort haben wir festgelegt, dass wir noch in diesem Jahr drei Projektgruppen einrichten wollen. Die Gruppen werden die Schwerpunkte Bestandsfonds, neue Projekte und Anlegerkommunikation haben.

DAS INVESTMENT.com:
Wobei Kommunikation sich in diesen Zeiten wohl vorrangig um Krisenthemen drehen dürfte.

Harms:
 Das Thema Kommunikation ist ein weitgefasstes Feld und geht deutlich über das Thema Krisenkommunikation hinaus. Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass unsere Anleger Internet-affiner sind, als wir gedacht haben – und dass sie weitaus mehr Direktinformationen auch zu neuen Fonds und direkt vom Emissionshaus wünschen, als ihnen in der Regel von den Vertriebspartnern zur Verfügung gestellt wird. Daraus wollen wir lernen. Wir überlegen zum Beispiel, ob wir in Zukunft unsere Treuhandschreiben online zustellen,oder zumindest eine Wahlmöglichkeit anbieten.