LO Funds - Technology Hightech und Herzblut

Google-Entwicklerkonferenz in San Francisco, Quelle: Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images

Google-Entwicklerkonferenz in San Francisco, Quelle: Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images

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Eine mehr als 200 Jahre alte Privatbank und Technologiefonds – das ist kein Widerspruch. „Dass wir auch im Technologiesektor das Geld unserer Kunden erfolgreich verwalten, ist ein Beleg für unsere Asset-Management-Expertise in Verbindung mit Investmentlösungen, in deren Zentrum das Risikomanagement steht“, sagt Frank Stefes. Er ist Vertriebsleiter Deutschland bei Lombard Odier Investment Managers (LOIM), einer Tochter der Schweizer Lombard Odier Gruppe.

Der Ansatz, Marktrisiken zu reduzieren, spiegelt sich in der gesamten Fondspalette des Hauses wider. So kommen Smart-Beta- Strategien zum Einsatz, die im Anleihebereich innovative Indizes nutzen und die Schwächen herkömmlicher Indexberechnungen vermeiden. Oder auch Alpha- Strategien, mit denen zum Markt unkorrelierte Erträge erzielt werden. Zudem bietet LOIM aktiv gemanagte Themenfonds, die ebenfalls mit interessanten Ansätzen punkten.

Wie etwa Bolko Hohaus mit dem LO Funds – Technology. Mit einem konzentrierten Portfolio aus 50 bis 60 Titeln hat er in den zurückliegenden drei Jahren eine Rendite von über 14 Prozent pro Jahr erzielt. Dass die Investment-Story nach Jahren der guten Entwicklung vorbei sei, verneint der Experte, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in diesem Sektor mitbringt. „Der Technologiebereich hat massiven Einfluss auf alle anderen Branchen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung“, so Hohaus. Denn technologische Fortschritte sind für den größten Teil des Wirtschaftswachstums seit 1995 verantwortlich. So stünden viele Bereiche wie E-Commerce oder das „Internet der Dinge“ erst ganz am Anfang. Um davon zu profitieren, muss sich ein Fondsmanager laut Hohaus vom Benchmark-Denken lösen.

Auf die Gewinner von morgen setzen

„In den Indizes sind die Gewinner von gestern hoch gewichtet. Wer langfristig besser abschneiden will, muss die Gewinner von morgen finden.“ Dafür greifen Hohaus und Co-Manager Eurof Uppington auf ein Experten-Netzwerk zurück. Zudem ist mit Julien Leegenhoek ein Trendscout im Team. Im ersten Schritt des Investmentprozesses suchen sie nach den Trends von morgen. Dass sie damit erfolgreich sind, haben sie bewiesen: So haben sie schon früh den 3-D-Druck als Trend erkannt und 2006 in die Firma Stratasys, einer der Branchenführer, investiert.

Das Thema mit dem derzeit größten Potenzial ist für Hohaus die Bewältigung großer Datenmengen, also Cloud Computing, digitale Werbung, E-Commerce und das Internet der Dinge. Innerhalb dieser Trends analysieren die Experten, welche Unternehmen am besten positioniert sind. Hohaus geht dabei nach einem eigenen Bewertungsmodell vor. „Es gibt eine Wachstumsphase, dann eine Plateauphase, in der das Produkt einen gewissen Reifegrad hat, danach aber kommt der ‚break point‘, der Zeitpunkt, an dem das Wachstum zurückgeht.“

Diesen Zeitpunkt hat etwa Intel seiner Ansicht nach hinter sich. Jahrelang war der Konzern Maß aller Dinge im PC-Bereich. „Doch den Schritt zu mobilen Geräten hat der Konzern verpasst“, so der Experte. „Stattdessen setzt nun ARM Holdings dort die Standards.“ Firmen in der Wachstumsphase stehen deshalb im Fokus von Hohaus. Aber auch Unternehmen in der Plateauphase können für ihn interessant sein. „Solche Unternehmen liefern oft hohe und stabile Cashflows und haben teilweise Turnaround- Potenzial“, sagt Hohaus.

Ebenso viel Akribie wie bei der Auswahl der Firmen legt er bei der Portfoliokonstruktion an den Tag: „Dies ist für das Risikomanagement entscheidend.“ So achtet Hohaus darauf, dass keine Einzelaktie und kein Trend zu hohes Gewicht im Fonds bekommen. Und er berücksichtigt die Höhe der Kursschwankungen. Titel mit höherer Volatilität gewichtet er geringer. Zudem kann Hohaus Teile des Portfolios durch Put-Optionen auf den Nasdaq 100 absichern: „Das kostet zwar etwas Performance, zahlt sich angesichts immer wieder stark schwankender Aktienmärkte langfristig aber aus.“