Lombard Odier Investment Managers Die falsch verstandene Schuldenproblematik Chinas

Mitarbeiter eines Logistikunternehmens in Beijing, China. Am ‚Singles Day‘, dem größten Online-Shopping-Tag der Welt, wurden am 11.11. 2016 laut dem E-Commerce Giganten Alibaba knapp 18 Milliarden US-Dollar umgesetzt. | © Getty Images

Mitarbeiter eines Logistikunternehmens in Beijing, China. Am ‚Singles Day‘, dem größten Online-Shopping-Tag der Welt, wurden am 11.11. 2016 laut dem E-Commerce Giganten Alibaba knapp 18 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Foto: Getty Images

Das exponentielle Wachstum der Verschuldung etlicher Schlüsselsektoren der chinesischen Wirtschaft, vor allem seit 2008/2009, ist und bleibt für Investoren ein berechtigter Grund zur Sorge, denn der gewaltige Schuldenberg macht China anfällig für finanzielle und wirtschaftliche Schocks. Angesichts der tragenden Rolle, die China in der Weltwirtschaft spielt, birgt ein derartiges Szenario ernsthafte Risiken für den Rest der Welt.

Es wäre ein großer Fehler, die Herausforderungen, mit denen China bei der Stützung seines Wirtschaftswachstums, der Neuausrichtung seiner Wirtschaft und der Kontrolle seiner Verschuldung konfrontiert ist, zu unterschätzen. Aber wir sind der Überzeugung, dass China über ein tragfähiges Sicherheitsnetz verfügt, so dass die Wahrscheinlichkeit einer gravierenden finanziellen Kernschmelze in den nächsten zwei bis drei Jahren höchst gering ist. Hinzu kommt, dass China eine nahezu geschlossene Kapitalbilanz führt, die durch Kapitalverkehrskontrollen rigoros gesteuert wird, so dass das Risiko einer breit angelegten Kapitalflucht relativ niedrig ist.

Last but not least bietet die Neuausrichtung des chinesischen Wachstumsmodells völlig neue Chancen, insbesondere in den aufstrebenden E-Commerce- und Reisesektoren, die sich, klammert man das Worst-Case-Szenario einer finanziellen Kernschmelze aus, durchaus attraktiv darstellen.

Den ausführlichen Analysebericht inklusive Grafiken können Sie hier herunterladen.