Luiz Alves Paes de Barros Nach 1.000-Prozent-Rally: Anonymer Milliardär im Rampenlicht

Sao Paulo | © Kaique Rocha

Sao Paulo Foto: Kaique Rocha

Mit Magazine Luiza ist Barros möglicherweise seine bislang beste Wette eingegangen. Den angeschlagenen Einzelhändler machte Barros‘ Alaska Investimentos seit Ende 2015 zu einer ihrer größten Positionen. Das war ein mutiger Schritt in einem Land, das in der Mitte einer tiefen Rezession steckte. Doch es zahlte sich aus.

Der Kurs von Magazine Luiza ist seit dem Rekordtief vor rund einem Jahr um mehr als 1.000 Prozent nach oben geschnellt. Damit wurde die Aktie zur besten in einem der Aktienmärkte, die weltweit die beste Entwicklung aufweisen.

Das machte Alaskas Black Master, den Barros gemeinsam mit Henrique Bredda und Ney Miyamoto verwaltet, zur Nummer zwei unter 569 vergleichbaren Fonds, deren Fokus auf brasilianischen Aktien liegt. Das geht aus Daten von Bloomberg hervor.

Legende um scheuen Investoren

Der jüngste Erfolg verstärkt die Legenden um einen der berühmtesten - aber medienscheuen - Einzelinvestoren aus Brasilien. Zu Beginn seiner Karriere handelte er Rohstoffe und war Partner von Star-Fondsmanager Luis Stuhlberger bei einer Firma, die heute Credit Suisse Hedging-Griffo ist.

Das nächste halbe Jahrzehnt verbrachte Barros damit, nur sein eigenes Geld zu investieren, fast ausschließlich in brasilianische Aktien. Pflichtmitteilungen belegen, dass er persönlich Aktien für 1,2 Milliarden Reais (rund 350 Millionen Euro) hält.