Lux-Topic – Aktien Europa: Mit System und Gelassenheit

Das Fondsmanagement-Team von Robert Beer Investment (von links): Thomas Polach, Robert Beer, Peter Lukas und Alexander Müller

Das Fondsmanagement-Team von Robert Beer Investment (von links): Thomas Polach, Robert Beer, Peter Lukas und Alexander Müller

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Ein wenig außerhalb der idyllischen Marktgemeinde Parkstein in der Oberpfalz geht Robert Beer gern durch die Felder spazieren. Hier, mehr als 300 Kilometer östlich der Finanzmetropole Frankfurt, findet der Manager des Lux-Topic – Aktien Europa (WKN: 257 546) die nötige Ruhe, um über die Entwicklungen der Weltwirtschaft nachzudenken.

Gerade diese Entfernung habe den Vorteil, dass die eine oder andere unwichtige Nachricht in der oberpfälzischen Provinz gar nicht ankomme, erklärt Beer. Wenn es an den Börsen zu hektisch werde und deswegen die meisten Fehler passierten, könne er mit seinem Team besonnen bleiben.

Klar vor der Benchmark

Beers Ziel für seinen Fonds ist es, langfristig den Euro Stoxx 50 zu schlagen. Seit Auflage des Lux-Topic – Aktien Europa vor zehn Jahren ist ihm das klar gelungen: Mit dem Fonds erwirtschaftete der Manager eine Rendite von 84,5 Prozent.

Die Total-Return-Variante des EuroStoxx 50 kommt in diesen Zeitraum auf lediglich knapp 55 Prozent. Und auch über drei und fünf Jahre liegt der Lux-Topic – Aktien Europa deutlich vor seiner Benchmark. Prinzipiell sei es gar nicht so schwierig, den Index zu schlagen, kommentiert Beer: „Viele verheddern sich aber. Sie sind viel zu nahe am aktuellen Börsen geschehen dran und glauben, auf alles reagieren zu müssen.

Man sollte jedoch seine Hausaufgaben bereits vorher gemacht haben.“ Für den Lux-Topic – Aktien Europa hat Beer schon vor fast 30 Jahren damit begonnen. Bereits 1986 begann er, parallel zu seinem Studium zum Bauingenieur Analysemodelle zu entwickeln.

So stand das System für den Fonds schon vor dessen Auflage. Es beruht auf einem mathematischen Ansatz bei der Aktienauswahl und einem aktiven Risikomanagement. Beers Überzeugung lautet: „Nur wer die Risiken im Griff hat, kann nachhaltig Rendite erzielen.“

Tatsächlich ist ein großer Teil des Vorsprungs vor seinem Vergleichsindex auf die Vermeidung großer Verluste in schwachen Marktphasen zurückzuführen. So hat der Lux-Topic – Aktien Europa die Verluste im Krisenjahr 2008 auf 25,7 Prozent beschränken können, während der Euro Stoxx 50 um fast 46 Prozent abstürzte. 2011 fiel das Minus mit minus 8,0 Prozent weniger als halb so groß aus wie beim Index.

Höchststände zum Jubiläum

Entsprechend schneller holt die Strategie des Fonds dann die Verluste wieder auf. So erreichte er anders als der Euro Stoxx 50 im Mai dieses Jahres neue Höchststände. Beim Risikomanagement verfolgt Beer klare Regeln. „Diese haben bereits seit Jahrzehnten Geltung“, sagt er.

So sind beispielsweise meist etwa 25 Prozent des Portfolios abgesichert. Und neben der Absicherungsstrategie spielt für den Erfolg des Fonds auch die Aktienauswahl eine entscheidende Rolle. Basis für die Titelauswahl ist der Euro Stoxx 50.

Aus den 50 Titeln des Euroland-Index wählt Beer über ein selbst entwickeltes Modell die 35 Aktien aus, die für ihn die stärkste Kursdynamik aufweisen. Mit diesem Modell ist Beer unabhängig von aufwendigen Unternehmensanalysen und Bauchentscheidungen.

Die enge Anlehnung an den Euro Stoxx 50 gefällt dem Fondsmanager, weil in ihm nur substanzstarke europäische Weltfirmen wie BASF, BMW oder der Luxusartikel-Konzern LVMH enthalten sind. „Diese Konzerne sind global in den meisten Ländern vertreten und verdienen auch gutes Geld“, so Fondsmanager Beer.

Starke Aktien als Renditemotor

Zudem bietet die Orientierung an dem Blue-Chip-Index laut Beer einen weiteren Vorteil: „Der EuroStoxx 50 ist eine großartige Basis, der läuft langfristig betrachtet von links unten nach rechts oben. Schwache Werte fallen automatisch raus.“ So muss Beer sich auf seinen Spaziergängen durch die oberpfälzische Landschaft keine Gedankenmachen, woher die Performance beim Lux-Topic – Aktien Europa kommen soll.


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