Luxusunternehmen statt Autobauer Ferrari bei Börsengang bis zu 11 Milliarden Euro wert

Ferrari. Foto: Getty Images

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Der wertsteigernde Nimbus der Marke Ferrari scheint nicht alleine bei Verkaufsgesprächen mit superreichen Autokäufern oder auf den Überholspuren der Welt zu wirken. Auch an den Finanzmärkten lässt er im Vorfeld des Börsengangs dessen Volumen deutlich klettern: Nach Informationen von Bloomberg News aus informierten Kreisen am Freitag soll das IPO der italienischen Kultmarke bis zu elf Milliarden Euro einspielen.

Derzeit deute sich auf Basis von Gesprächen mit möglichen Investoren ein Volumen von knapp zehn bis elf Milliarden Euro an, wenn die Konzernmutter Fiat Chrysler Automobiles NV sich über die Börse in New York von zehn Prozent der wertvollsten Marke im Portfolio trennt, sagten die informierten Personen unter Zusicherung ihrer Anonymität.

Frühestens, sagten die Personen weiter, sei im Tagesverlauf mit Vorlage der Preisspanne zu rechnen. In der kommenden Woche seien Präsentationen für Interessenten am IPO geplant, hieß es. Beeinflusst werden könnte der Börsengang des Autowerts durchaus auch von der gewachsenen Volatilität im Nachgang des Abgasskandals bei der mit Fiat konkurrierenden Volkswagen AG.

Ferrari konkurriert mit Prada 

Bereits seit Monaten will Fiat-Chrysler-Konzernchef und Ferrari-Oberhaupt Sergio Marchionne die Marke weniger als profanen Autohersteller denn als Luxusgüterunternehmen positionieren. Damit wären Konkurrenten für Ferrari eher das Modeunternehmen Prada SpA oder Hermes International SCA. Diese Unternehmen werden an der Börse ganz anders bewertet und kommen auf das 20-fache des operativen Gewinns, was um mehr als das Doppelte der mittleren Bewertung von Autoherstellern entspricht. Ferrari könne laut den Aussagen auf das zwölf- bis 14-fache der Gewinne des Jahres 2015 kommen.