Mainfirst-Manager: „Den Markt schlagen Sie nur mit Nebenwerten“

Peter Ott managt den Mainfirst Germany Fund<br>(A0RAJN)

Peter Ott managt den Mainfirst Germany Fund
(A0RAJN)

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DAS INVESTMENT.com: Herr Ott, Sie haben als Messlatte für Ihren Erfolg den nicht gerade üblichen Index HDax gewählt – die Summe aus Dax, MDax und TecDax. Was haben Sie gegen den Dax?

Peter Ott: Nichts, oh nein. Ich möchte über den HDax dokumentieren, dass ich mich beim Mainfirst Germany Fund nicht auf Standardwerte beschränken will. Im Gegenteil. Eine Outperformance mit Large Caps ist schwer. Die machen Sie nur mit Nebenwerten.

DAS INVESTMENT.com: Was Sie recht gut hingekriegt haben.

Ott: Ja. Die gute Entwicklung der vergangenen Monate kommt hauptsächlich da her.

DAS INVESTMENT.com: Sie haben etwas Anlaufzeit gebraucht. Bis Mai 2009 haben Sie ganz schön fest am Index geklebt.

Ott: Das hängt mit dem Marktverhalten zusammen. Die Trendwende im März und die folgenden Monate habe ich hauptsächlich über Standardwerte mitgenommen. Sie ziehen am Beginn von Rallys besonders stark an. Ab Mai habe ich sukzessive in kleinere Werte gewechselt, die noch Nachholbedarf hatten. Zunächst im MDax, später im SDax und so weiter.

DAS INVESTMENT.com: Sie wollen wirklich behaupten, Sie haben im März an eine Rally geglaubt?

Ott: Nicht sofort. Als der Dax unter die 4.000-Punkte-Marke gerutscht war, hatte ich mich auf weiter fallende Kurse eingerichtet. Als er aber sehr schnell wieder über die 4.000 kam, wurde ich wieder optimistisch und glaubte an eine Rally.

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DAS INVESTMENT.com: Im August 2009 haben Sie den Index um fast 4,5 Prozentpunkte hinter sich gelassen.

Ott: In diesem Monat wurde die Performance der Fonds vor allem von drei Aktien getrieben: Twintec mit plus 43 Prozent, GFK mit 31 Prozent und Gerresheimer mit 25 Prozent. Twintec ist heute noch mit einer Gewichtung von 4,2 Prozent meine größte Position unter den Small Caps. Das Unternehmen stellt Rußpartikelfilter für Diesel-PKWs und LKWs her. Die Nachfrage ist enorm, weil der Staat auch Fördergelder für den Einbau verteilt. Diese Filter sind auch notwendig, um in vielen Städten vorhandenen Umweltzonen einfahren zu dürfen.

DAS INVESTMENT.com: Wie viel Dax steckt noch in Ihrem Fonds?

Ott: Zurzeit etwa 72 Prozent. Ich habe immer einen Dax-orientierten Teil im Portfolio, den ich bei Bedarf ausweite oder zurückfahre.

DAS INVESTMENT.com: Nehmen Sie doch einen ETF. Das ist billiger.