Maklerpool Apella moniert Parteien gehen in ihren Wahlprogrammen kaum auf die private Altersvorsorge ein

Ein Wahlplakat der CDU in Berlin: Mit Vorschlägen, wie man die private Altersvorsorge weiter stärken könnte, halten sich die Parteien zurück, findet Apella-Chef Guntram Schloß. | © Getty Images

Ein Wahlplakat der CDU in Berlin: Mit Vorschlägen, wie man die private Altersvorsorge weiter stärken könnte, halten sich die Parteien zurück, findet Apella-Chef Guntram Schloß. Foto: Getty Images

In der vergangenen Legislaturperiode seien etliche Änderungen zum Thema gesetzliche Rente und Betriebsrenten beschlossen worden. „Die Politiker vernachlässigen aber die private Altersvorsorge“, sagt Apella-Chef Guntram Schloß.

Es gebe zwar vereinzelt Ideen wie ein neues staatlich organisiertes Altersvorsorgeprodukt oder den Vorschlag, die Riester-Rente in die gesetzliche Rentenversicherung zu überführen. „Damit befinden sich die Parteien aber auf dem besten Wege, die beachtlichen Ergebnisse, die beim Aufbau einer ergänzenden privaten Altersvorsorge seit der Jahrtausendwende erreicht wurden, wieder zu zerstören“, sagt Schloß.

Bruttobeitragsgarantie bei Riester abschaffen

Man müsse hierzulande die Investmentkultur stärken, findet der Maklerpool-Chef. Ein probates Mittel sei etwa, die gesetzlich vorgeschriebene Bruttobeitragsgarantie bei der Riester-Rente abzuschaffen. Dadurch könnten Sparer stärker in Sachwerte wie Aktien investieren.

Schließlich gelänge das bei vermögenswirksamen Leistungen berieits. Dort sei bei der Anlage in Fonds ein Mindestanteil mit Aktien vorgeschrieben.

Online-Rentenkonto einführen

Eine zweite Forderung von Apella ist die Einführung eines säulenübergreifenden Online-Rentenkontos, mit dem jeder Bürger seine künftigen Alterseinkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Vorsorge zusammengefasst sehen kann. „Nur wer den Überblick hat, trifft auch die richtigen Entscheidungen für seine Vorsorge“, stellt Schloß fest.