Mark Mobius: "50 Prozent vom Langfrist-Depot dürfen in die Frontier Markets"

Mark Mobius, <br/>Franklin Templeton

Mark Mobius,
Franklin Templeton

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Mark Mobius, Fondsmanager bei Franklin Templeton und Emerging-Markets-Grandseigneur, fühlt sich an die Anfänge seiner Karriere zurückversetzt.

Beim Start des ersten von ihm verantworteten Emerging-Markets-Fonds 1987 habe er „in Ländern nach Beteiligungen gesucht, in denen viele Investoren noch nie waren“. Genau so ergehe es ihm jetzt mit dem Templeton Frontier Markets.

Von Indien nach Kasachstan

Sah der Reiseplan von Mobius früher Exkursionen in heute etablierte Märkte wie Brasilien, Indien oder Portugal vor, steuert er heute Ziele in Kasachstan, Vietnam oder Nigeria an: „Genauso wie damals gibt es in vielen dieser neuen Grenzmärkte bald sehr profitable Unternehmen.“

Anders als bei Schwellenland-Schwergewichten wie Brasilien, Russland, Indien und China, die als Bric-Länder zusammengefasst werden,  lässt sich die Anlageregion Frontier Markets nicht exakt eingrenzen.

Weltbank, Internationaler Währungsfonds (IWF), Investmentbanken – jeder hat seine eigene Definition. Der Indexanbieter MSCI, der seit Ende 2007 den MSCI Frontier Markets berechnet, zählt 25 Länder dazu.

>> zum Themen-Special Emerging-Markets-Fonds

Standard & Poor’s listet im S&P Select Frontier Index 15 Länder. Mobius: „Frontier Markets lassen sich am besten dadurch charakterisieren, dass sie Unternehmen umfassen, die normalerweise nicht in einem Emerging-Markets-Portfolio vertreten sind.“

„Neben Innovationen sind Rohstoffe das Thema der Zukunft“

Gemein ist vielen Grenzmärkten, dass sie über ein hohes Wirtschaftswachstum und eine sehr junge Bevölkerung verfügen. Für Vietnam prognostiziert der Internationale Währungsfonds bis 2014 eine durchschnittliche jährliche Zunahme des Bruttoinlandprodukts von 6,4 Prozent, jeder vierte Vietnamese ist darüber hinaus jünger als 15 Jahre.

In Nigeria ist es sogar fast jeder Zweite, das Durchschnittsalter beträgt dort gerade einmal 19 Jahre. Hinzu kommt, dass Nigeria zu den größten Öl- und Gasproduzenten der Welt gehört.