Mark Mobius über die Emerging Markets Statt Panik, Volatilität akzeptieren

Mark Mobius

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In den letzten Wochen konnten wir eine erhebliche Volatilität in den Märkten beobachten. Das beunruhigte einige Anleger. Es ist aber auch etwas, an das wir uns gewöhnt haben. Die Märkte, nicht nur in Schwellenländern, sind in den letzten 20 Jahren immer schwankungsintensiver geworden.

Das ist die Folge massiver Geldflüsse – nicht nur aufgrund von institutionellen Anlegern und Investmentfonds mit Long-only-Strategien, sondern auch aufgrund von Hedgefonds und dem Hochfrequenzhandel. Wir sehen solche Abverkäufe als potenzielle Chance. So erhalten wir Zugriff auf günstige Gelegenheiten bei ausgewählten Titeln, wenn die Kurse erst so tief fallen, dass sie unser Interesse wecken. Unserer Erfahrung nach waren solche Fluktuationen in der Vergangenheit aber im Allgemeinen kurzlebig.

Langfristige Perspektive für Schwellenmärkte

Für kurzfristige Anleger können Abverkäufe, wie wir sie jüngst erlebt haben, sehr besorgniserregend sein. Das ist der Grund, warum wir gewissermaßen beobachten können wie Geld schnell aus sogenannten „Risikowerten“, zu denen auch Schwellenmarktaktien zählen, abfließt. Ich denke aber, langfristige Anleger wissen, dass sie es sich gut überlegen müssen bevor sie den Absprung wagen. Denn Erholungen stellen sich sehr schnell ein und es kann schwierig sein, dann wieder in den Markt zu finden.

Grundsätzlich hat sich meiner Meinung nach, was langfristige Anlagen betrifft, in den Schwellenmärkten nicht viel verändert. Ich sehe auch keine großen Veränderungen kommen, solange die drei Hauptthemen präsent sind: Das Wirtschaftswachstum in Schwellenmärkten steigt im Allgemeinen mindestens dreimal stärker als das der Industriemärkte. Schwellenmärkte verfügen über viel höhere Devisenreserven als Industriemärkte. Und die Verschuldung von Schwellenmarktländern ist im Allgemeinen viel niedriger als die der Industriemärkte.