Marktanalyse Warum der Top-Rohstoff 2015 Anlegern bald bitter schmecken könnte

Kakaopflanze auf Sansibar. Foto:  Dieter Schütz / <a href='http://www.pixelio.de' target='_blank'>pixelio.de</a>

Kakaopflanze auf Sansibar. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

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Die Preise für Kakaobohnen waren bei einer vierjährigen Rally bis 2015 um 60 Prozent nach oben geschossen. Das zwang viele Süßwarenhersteller wie Hershey oder Lindt & Sprüngli dazu, mehr für ihre Produkte zu verlangen.

Im vergangenen Jahr hatte trockenes Wetter auf das Erntevolumen gedrückt - auch in Westafrika, von wo rund 70 Prozent des weltweiten Kakaobohnen-Angebots kommt.

Im Dezember stiegen die Futures in London auf 2.332 Pfund je Tonne - und damit auf den höchsten Wert seit 2011, als ein Bürgerkrieg die Produktion an der Elfenbeinküste unterbrochen hatte.

Kakaobohnen waren eine Besonderheit

Kakaobohnen waren damit im vergangenen Jahr eine Besonderheit. Die Preise legten in London insgesamt um 14 Prozent zu, während fast alle anderen Rohstoffe an Boden verloren.

Das Plus war das größte unter den 24 Rohstoffen im Standard & Poor’s GSCI Spot Index, der um mehr als 25 Prozent eingebrochen war.

Preise könnten bis Jahresende einbrechen

Nach Angaben von Rabobank International könnten die Preise allerdings bis zum vierten Quartal des laufenden Jahres in London auf 1.800 Pfund je Tonne einbrechen. Das wäre ein Minus von rund 17 Prozent im Vergleich zum Dienstag dieser Woche.

Die Analysten rechnen mit dem größten Überangebot in sechs Jahren. Farmer würden davor stehen, ihre Produktion wieder hochzufahren, während zugleich die Nachfrage sinken könne.