Marktwächter Finanzen Werbung für Finanzanlagen im Grauen Kapitalmarkt oft missverständlich

Ein Solarpark in Werder. Wald- und Solarinvestments sind verbreitete Angebote auf dem Grauen Kapitalmarkt. Foto: Getty Images

Ein Solarpark in Werder. Wald- und Solarinvestments sind verbreitete Angebote auf dem Grauen Kapitalmarkt. Foto: Getty Images

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Seit Jahren ist der Graue Kapitalmarkt eines der Sorgenkinder im Finanzmarkt: Seine Produkte, wie beispielsweise Wald- oder Solarinvestments, sind meist kaum oder gar nicht reguliert. Nicht selten gerät die Anlage in Schieflage und es kommt für Verbraucher zu Verlusten.

Positive Darstellung verführt zu riskanten Investitionen

„Viele Verbraucher, die am Grauen Kapitalmarkt investieren, glauben ihr Geld in einer sicheren Anlage gut aufgehoben – nicht zuletzt weil die Anbieter ein zu vorteilhaftes Bild von den Produkten zeichnen“, sagt Jutta Gelbrich, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. „Verbraucher erleiden teilweise hohe Verluste mit Investitionen in Produkte des Grauen Kapitalmarktes. Dieser Tatsache wird der Marktwächter im Grauen Markt weiter auf den Grund gehen“, so Gelbrich weiter.

Risiken oftmals verschleiert

Im Untersuchungszeitraum Oktober/November 2015 hat das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hessen insgesamt 91 Werbeanzeigen für Produkte des Grauen Kapitalmarktes – Print- und Onlinewerbung – auf ihre Transparenz überprüft. In 77 Fällen wurden die Vorteile der Geldanlage einseitig hervorgehoben.

Risiken werden häufig zwar erwähnt, aber nicht angemessen dargestellt. „Vier von fünf Produkten scheiterten schon an diesem Kriterium der Prüfung“, sagt Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen.