Martijn Rozemuller ETF-Anbieter Vaneck benennt Europa-Chef

Martijn Rozemuller: Der neue „European Head of VanEck“ verfügt über langjährige Erfahrung in der Indexfondsbranche. Bevor der Betriebswirt und Maschinenbauingenieur Think ETFs gründete, war er Partner bei der niederländischen Trading-Firma Optiver. | © VanEck

Martijn Rozemuller: Der neue „European Head of VanEck“ verfügt über langjährige Erfahrung in der Indexfondsbranche. Bevor der Betriebswirt und Maschinenbauingenieur Think ETFs gründete, war er Partner bei der niederländischen Trading-Firma Optiver. Foto: VanEck

Martijn Rozemuller ist neuer Europa-Chef bei Vaneck, einem 1955 gegründeten Anbieter aktiv und passiv gemangter Portfolios mit Fokus auf die Anlagekategorien Rohstoffe, Schwellenmärkte, Edelmetalle, Renten und alternative Investments. Der Asset Manager mit Hauptsitz in New York verwaltet nach eigenen Angaben weltweit rund 45 Milliarden US-Dollar und zählt in seinem Heimatmarkt USA zu den zehn größten Anbietern von Exchange Traded Funds (ETFs).

Rozemuller war zuvor Geschäftsführer bei der Think ETF Asset Management (Think ETFs), die er 2009 zusammen mit Gijs Koning gegründet hatte. Seit 2010 ist der niederländische ETF-Anbieter eine 60-prozentige Tochtergesellschaft der Amsterdamer Binck Bank. Anfang dieses Jahres wurde Think dann von Vaneck übernommen. Mit der aktuell bekannt gegebenen Personalentscheidung sei die Transaktion „nun abgeschlossen“, berichtet das US-Unternehmen.

Synergieeffekte geschaffen

„Die Übernahme von Think ETFs schafft Synergieeffekte auf beiden Seiten“, kommentiert Jan van Eck, Vorstandsvorsitzender des New Yorker Vermögensverwalters. „Think ETFs und Vaneck haben die gleichen Prinzipien und die gleiche Philosophie.“ Think ETF will nach eigenen Angaben Emittentenrisiken ausschließen und bildet Indizes daher physisch ab und verzichtet auf Erträge durch die Wertpapierleihe von Titeln aus den Portfolios. 

„Bei uns sind ETFs von Anfang an sowohl auf Privatanleger als auch institutionelle Investoren ausgerichtet. Diese Kombination möchte ich auch auf das restliche Europa ausweiten“, erklärt Rozemuller, der gemeinsam mit Think-Mitgründer Koning das europäische Führungsteam bei Vaneck bildet. Durch die Übernahme ändere sich für die Kunden grundsätzlich nichts: „Die Produkte und die Ansprechpartner bleiben die Gleichen.“ Auch die Marke Think ETFs bleibe zunächst erhalten.

Anlagevolumen gewachsen

Seit Ankündigung der Akquisition im Januar sei der Integrationsprozess weit vorangeschritten: „Unsere Assets under Management sind seitdem stetig gewachsen und wir erwarten, dass sich das Wachstum weiter beschleunigen wird und wir unsere ETFs in Europa aktiv fördern können“, so Rozemuller.

Das insgesamt in allen europäischen Ucits-Fonds von Vaneck verwaltete Vermögen wächst durch die aktuelle Think-Übernahme auf 2,6 Milliarden US-Dollar. Das US-Unternehmen hatte bislang jeweils einen europäischen Standort in Frankfurt und im schweizerischen Pfäffikon. Mit der jüngsten Übernahme ist in Amsterdam ein weiterer Standort hinzugekommen.