Martin Siegel, Joachim Berlenbach & Co. Metall oder Mine? Das raten 5 Gold-Profis

Eine Goldmine in Mexiko: Ob Anleger in Zeiten steigender Goldpreise Goldminen-Aktien oder lieber physisches Gold kaufen sollten, erklären 5 Vermögensverwalter. Foto: Getty Images

Eine Goldmine in Mexiko: Ob Anleger in Zeiten steigender Goldpreise Goldminen-Aktien oder lieber physisches Gold kaufen sollten, erklären 5 Vermögensverwalter. Foto: Getty Images

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DAS INVESTMENT.com befragte fünf Goldfonds-Manager nach ihrer Meinung zum Thema Goldaktien und physisches Gold. Die Antworten haben wir für Sie in einer Bildstrecke zusammengefasst. Klicken Sie sich durch. 



Joachim Berlenbach, Berater für die Goldfonds Earth Exploration Fund UI und Earth Gold Fund UI

Gold- und Silberaktien hatten eine phänomenale Performance seit Jahresbeginn und konnten große Teile der vorhergegangenen Verluste wieder aufholen. Sollte der Goldpreis weiter ansteigen, kann auch von einem weiteren Anstieg der Aktienpreise ausgegangen werden. 

Bedingt durch den Hebel, den die Aktien relativ zum physischen Goldpreis haben, würden Aktienpreise dann voraussichtlich auch schneller steigen. Hier würde sich dann aber ein Momentum bilden, dass nicht mehr alleine von der fundamentalen Aktienbewertung, sondern vor allem auch durch das Sentiment getrieben wird: Die meisten Investoren haben die Rallye im ersten Quartal verpasst und werden erfahrungsgemäss versuchen, bei späterer Gelegenheit einzusteigen, unabhängig von fundamentalen Bewertungen. Die Gefahr besteht dann, dass der Markt wieder überhitzt und Aktienpreise werden fallen und dann schneller als der Goldpreis. 

Investitionskürzungen vergangener Jahre helfen kleineren und mittelgroßen Firmen

Ein Thema, das allerdings unabhängig von der Marktdynamik zunehmend akut wird, ist der Ersatz erschöpften Goldlagerstätten durch neue Reserven. Bedingt durch die Einsparmaßnahmen der vergangenen Jahre, haben viele große Firmen ihre nachhaltige Produktion aussetzen müssen. Exploration und Investition in neue Projekte wurden radikal gekürzt. Dies könnte sich zunehmend als positiv für kleinere und mittelgroße Firmen mit guten Minenprojekten bestätigen, die für die die großen Produzenten als Übernahmeziel interessant werden könnten. 

Die Situation im Goldsektor ist und bleibt für Anleger also kompliziert und undurchsichtig, und daher gilt es auch hier das Portfolio zu diversifizieren, um die Volatilität zu reduzieren: je nach Risikobereitschaft sollten Portfolioanleger unterschiedliche Gewichtungen in physischem Gold und Silber oder Gold- beziehungsweise Silber-ETFs besitzen und diese mit einem Portfolio solider Large-Cap-Produzenten und kleineren Gold- und Silberproduzenten und Explorern verbinden. In anderen Worten: sowohl physisches Gold und Silber, als auch Aktien haben ihre Berechtigung und Investoren sollten eine Kombination von beiden erwägen.