May-Day So reagieren die Börsen auf die Brexit-Rede von Theresa May

Britische Premierministerin Theresa May  | © Getty Images

Britische Premierministerin Theresa May Foto: Getty Images

Die europäischen Aktienmärkte sind zumeist mit leichten Abschlägen aus dem Dienstag gegangen. Hatten die Indizes vor der mit Spannung erwarteten Rede der britischen Premierministerin Theresa May zu den Details ihrer Brexit-Pläne noch deutlich im Minus notiert, holten sie nach den Einlassungen der Regierungschefin den Großteil der Verluste überwiegend wieder auf.

"Gutes Ergebnis"

May habe die Furcht vor einem so genannten "harten Brexit" nicht weiter geschürt, schrieb Crédit-Agricole-Stratege Manuel Oliveri in einer E-Mail. Dass beide Kammern des britischen Parlaments über die endgültige Brexit-Vereinbarung abstimmen müssten, werde für ein gutes Ergebnis sorgen, kommentierte Athanasios Vamvakidis, Stratege bei Bank of America Merrill Lynch, per E-Mail.

Der Stoxx Europe 600 schloss 0,2 Prozent leichter bei 362,42 Punkten. Für den Euro Stoxx 50 ging es um 0,3 Prozent auf 3285,04 Zähler nach unten. Der Dax gab um 0,1 Prozent auf 11.540,00 Punkte nach. In Zürich verlor der SMI 0,7 Prozent auf 8304,10 Zähler. Noch stärker nach unten ging es an der Londoner Börse, wo der FTSE 100 um 1,5 Prozent auf 7220,38 Punkte nachgab. Grund war das nach Rede der Premierministerin kräftig zu Dollar und Euro anziehende Pfund Sterling. Eine starke Landeswährung verringert die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der britischen Exportwirtschaft.

Lufthansa-Aktien steigen um bis zu 7,3 %

Im Dax sorgte ein Bericht der italienischen Zeitung Il Messaggero für Aufwind bei den Aktien von Deutsche Lufthansa AG, die in Spitze um 7,3 Prozent stiegen. Dem Blatt zufolge erwägt die Golf-Airline Etihad eine Beteiligung von 30 bis 40 Prozent an der deutschen Fluglinie. Zwar gab es im Tagesverlauf Nachrichten mit gegenteiligem Inhalt, dessen ungeachtet schlossen die Lufthansa-Papiere mit einem Plus von 4,3 Prozent und gingen damit als Tagesgewinner im deutschen Leitindex aus dem Geschäft.

Beiersdorf AG verteuerten sich um 0,2 Prozent. Der Tesa-Hersteller sei 2016 in schwierigem Umfeld bemerkenswert organisch gewachsen, kommentierte DZ-Bank-Analyst Thomas Maul den Bericht für das vergangene Jahr.